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POLITIK

Regierungssitzung 5 – Zwei neue Natura 2000-Gebiete

15.12.2015
LR Holub: Mit Gutschen und Motschulagraben gibt es rund 91 Hektar neue Naturschutzfläche für Kärnten
Mit Beschlüssen der Landesregierung wurden heute, Dienstag, mit den beiden Gebieten Gutschen und Motschulagraben insgesamt rund 90 Hektar große Schutzflächen der Europäischen Kommission gemeldet. Das berichtete Umweltreferent LR Rolf Holub beim Pressefoyer im Anschluss.

Das Gebiet der Gutschen in der Gemeinde Eberstein sei besonders wegen des Vorkommens des „Dreimännigen Zwerglungenmooses“ von europäischer Bedeutung. „Diese Moosart zählt zu den repräsentativsten Vorkommen und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 53 Hektar“, so Holub. Den Kernbereich des neuen Natura-2000-Gebietes würden unzugängliche Fels- und Felsabbruchbereiche bilden.

Der Motschulagraben in der Gemeinde Neuhaus beherberge den „Eschen-Scheckenfalter“: „Die Europäische Kommission fordert von Kärnten eine Gebietsausweisung für diese seltene Schmetterlingsart. Sie kommt in Kärnten nur mehr im Bereich des Motschulagrabens vor“, informierte Holub. Das Schutzgebiet umfasse eine Fläche von rund 38,9 Hektar. Es seien alle Grundeigentümer in das Begutachtungsverfahren zur Natura-2000-Ausweisung eingebunden worden.

„Mit den beiden Ausweisungen können wir zwei weitere Schutzgüter an die Europäische Union melden. Wir nähern uns Schritt für Schritt unseren Ausweisungszielen bedrohter Tier- und Pflanzenarten“, so Holub.

Zur Umstellung des Landesfuhrparks auf eine Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel berichtete Holub, dass 42.000 Datensätze eingegeben und analysiert worden seien. Die Notwendigkeit einer Dienstreise mit dem Auto sollte immer kritisch hinterfragt werden. „Es muss nicht immer das Auto bevorzugt werden, Umstellungen bei der Anrechnung der Fahrzeit müssen angedacht werden“, so Holub, denn die Fahrzeit im Zug würde aktuell nicht angerechnet. Holub berichtete weiters, dass bereits ein Viertel des Fuhrparks auf E-Autos umgestellt sei und bei 450 E-Landestankstellen kostenlos getankt werden könne. „Wir wollen Kärnten in dieser Hinsicht zum Musterland werden lassen“, betonte Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Sternig