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LH Kaiser will Pflichtschulabschluss für Jugendliche Flüchtlinge

19.12.2015
Einrichtung von Übergangsstufenklassen und Synergien mit bestehenden Angeboten als Chance: “Bildung und Ausbildung von jugendlichen Flüchtlingen sind die besten Integrationsmaßnahmen und schaffen gesellschaftlichen Mehrwert”
Um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich besser und schneller zu integrieren, kann sich Kärntens Landeshauptmann und Flüchtlingsreferent durchaus eine Verlängerung der Schulpflicht für die Jugendlichen Migranten, wie von Flüchtlingskoordinator Christian Konrad zur Diskussion gestellt, vorstellen. Kaiser regt die Einrichtung von “Übergangsstufenklassen” für 15- bis 17-jährige Flüchtlinge vor. Das notwendige zusätzliche Budget müsse der Bund - gefordert sind Finanz- und Integrationsministerium - zur Verfügung stellen. Der Landeshauptmann erwartet sich dadurch mittel- und langfristig auch positive volkswirtschaftliche Effekte für Österreich. Die Überlegungen könnten auch in die derzeit in Vorbereitung befindliche Umsetzung der (Aus)Bildungspflicht bis 18 im schulischen und außerschulischen Bereich bzw. der beruflichen Qualifikation für die Lehre mit einfließen. “Es gibt bereits verschiedene Angebote, mit denen positive Synergien möglich erscheinen”, verweist Kaiser zudem auf Angebote, wie der Volkshochschule, die bereits das Nachholen des Pflichtschulabschlusses für alle, unabhängig vom Alter, kostenlos anbietet.

“Bildung und Ausbildung, basierend auf entsprechenden Deutschkenntnissen, sind die besten Möglichkeiten für eine erfolgreiche Integration”, betont Kaiser. Die Politik sei gefordert, starre Strukturen wie beispielsweise die Schulpflicht durch entsprechende gesetzlich geregelte Flexibilisierungen weiter zu entwickeln. Schließlich würden davon nicht nur die Jugendlichen Flüchtlinge sondern Mittel- und langfristig auch Österreich und die solidarische Gesellschaft profitieren. “Kinder mit guter Bildung und Ausbildung, unabhängig ihrer ethnischen oder auch sozialen Herkunft, haben wesentlich bessere Chancen für ein erfülltes Berufsleben. Das wirkt sich in weiterer Folge nicht nur auf das soziale Gefüge aus, sondern stellt durch zu leistende Sozialversicherungsabgaben einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Wohlfahrtsstaates dar”, so Kaiser abschließend.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Stirn