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Flüchtlingshilfe: Landeshauptmann lud zu Dankes-Frühstück in Landesregierung

23.12.2015
LH Kaiser zu Behörden, Rettungs- und Einsatzorganisationen, Bundesheer, NGOs: Herausforderungen haben uns noch mehr zusammengeschweißt
Um die 3.000 Transitflüchtlinge kommen jeden Tag durch Kärnten. Ihr Weitertransport verläuft reibungslos und von der breiten Öffentlichkeit größtenteils unbemerkt. Kärntens Behörden, Rettungs- und Einsatzorganisationen, das Bundesheer und NGOs arbeiten dafür eng und bestens abgestimmt zusammen. Flüchtlingsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser hat heute, Mittwoch, ihre Vertreterinnen und Vertreter zu einem weihnachtlichen Danke-Frühstück in den Spiegelsaal der Landesregierung eingeladen. Mit dabei waren auch Flüchtlingsbeauftragte Barbara Payer und Landesamtsdirektor Dieter Platzer.

„Die riesigen und permanenten Herausforderungen durch die Flüchtlingssituation haben uns alle noch mehr zusammengeschweißt“, richtete sich Kaiser an die Anwesenden. Menschlichkeit, Humanität, Respekt und die Achtung des Lebens seien Leitmotive der gemeinsamen Tätigkeit. Die Qualität der Abläufe in Kärnten habe daher Vorbildwirkung auch außerhalb der Landesgrenzen. Kaiser dankte allen an der Flüchtlingshilfe Beteiligten und strich auch die muslimische Jugend Kärntens hervor, die Großartiges und Wichtiges leiste. „Wir sind Realisten und wissen, dass noch viele Herausforderungen auf uns warten – bei denen wir aber auf unsere gemeinsamen Erfahrungen aufbauen können“, sagte der Landeshauptmann. Er betonte zum wiederholten Male, dass es eine gemeinsame europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage geben müsse: „Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit. Wir können dabei erfolgreich sein, wenn es ein schnelles Umdenken auf europäischer Ebene gibt.“

Auch Flüchtlingsbeauftragte Payer dankte allen verlässlichen Partnern und vor allem auch ihrem Team. „Wir haben viel geschafft“, meinte sie. Neben den Tätigkeiten in Bezug auf die Transitflüchtlinge habe man auch noch 2.000 zusätzliche Betten in rund 80 neuen Quartieren schaffen können. Knapp die Hälfte der Kärntner Gemeinden, ungefähr 60, sei mittlerweile mit an Bord. Landesamtsdirektor Platzer betonte ebenfalls das beispielgebende Zusammenwirken von Behörden, Rettungs- und Einsatzorganisationen und NGOs in Kärnten.

„Gemeinsam können wir viel erreichen“, sagte Landesrettungskommandant Georg Tazoll. Das unterstrich auch Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, die dem Landeshauptmann als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit einen Polizei-Bären überreichte: „Der soll sie begleiten und auf Sie aufpassen, denn wir brauchen unseren Landeshauptmann.“ Als „unkompliziert und unbürokratisch“ bezeichnete Christoph Messner vom Arbeitersamariterbund die Zusammenarbeit. Otmar Roschitz vom Innenministerium schloss sich den Dankesworten an. „Unsere Kooperation beruht auf Freundschaft“, drückte es Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler aus. „In unserer Arbeit gehen wir mit Würde vor. Das zeichnet ein starkes, positives Bild von Kärnten“, betonte Caritas-Direktor Josef Marketz. Diakonie-Rektor Hubert Stotter strich das konstruktive Miteinander und das weiter gewachsene Vertrauen ineinander hervor. Weitere Anwesende beim Danke-Frühstück waren Klaus Pabautz vom Roten Kreuz, Susanne Prentner-Vitek von der Diakonie und Oberstleutnant Arthur Lamprecht von der Kärntner Polizei.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just