Presseaussendungen

LOKAL

Zukunft für die Zentren – Ortskerne nachhaltig beleben

13.01.2016
LHStv.in Schaunig: Förderschienen werden konsequent darauf ausgerichtet, Ortskerne zu beleben – Gemeinsam gegen Leerstands-Strategien für Gemeinden und Städte
Leerstehende Wohnhäuser und Geschäftsflächen in Ortszentren, ausufernde Zersiedelung an der Peripherie: seit Jahrzehnten ist diese Entwicklung zu beobachten. „Mit Förderinitiativen wie der Ortskernbelebung, der kommunalen Bauoffensive und dem neuen Wohnbauförderungsgesetz steuern wir bereits gezielt dagegen“, berichtet Gemeinde- und Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig. „Gemeinsam mit Experten und unter Einbindung der Kommunen und natürlich der Bürgerinnen und Bürger erarbeiten wir laufend weitere Strategien.“

Bei der Tagung „Zentren stärken – Leerstand beseitigen“, organisiert von Land Kärnten, dem Architektur Haus Kärnten und der Plattform Baukulturpolitik, berichteten heute, Mittwoch, in Klagenfurt international renommierte Architekten vor mehr als 150 Besuchern über Beispiele, wie in österreichischen Gemeinden und Städten leerstehende Gebäude in Ortszentren sinnvoll und nachhaltig genutzt werden.
„Sanierung vor Neubau – so lautet einer der Grundzüge des neuen Wohnbauförderungsgesetzes“, berichtet Schaunig und verhehlt nicht, dass das Leerstands-Problem auch unpopuläre Maßnahmen erzwingt. „Wir müssen den Mut haben, Nein zu sagen zu Bauwünschen an der Peripherie, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.“

Die Gemeinden müssten sich ihrer Verantwortung für die Folgekosten einer ausufernden Zersiedelung bewusst sein. Ein Beispiel für erfolgreiches Miteinander ist die Förderinitiative Ortskernbelebung: unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger können Gemeinden Projekte zur Entwicklung ihrer Zentren erarbeiten und erhalten bis zu zwei Drittel der Entwicklungskosten vom Land erstattet. 16 Gemeinden haben sich bereits angemeldet. St. Andrä hat einen Bürgerbeteiligungsprozess zur Belebung der Innenstadt bereits abgeschlossen, zu den Ergebnissen zählt ein Reconstructing-Projekt mit 16 Wohneinheiten.

Von Reconstructing wird gesprochen, wenn Wohngebäude mit erheblichem Sanierungsbedarf abgebrochen und am gleichen Grundstück oder in räumlicher Nähe ein neues Wohngebäude in zeitgemäßem Standard errichtet wird. „Reconstructing wird in gleicher Höhe gefördert wie ein Neubau und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung und -erneuerung“, so Schaunig. Auch die kommunale Bauoffensive, die heuer mit zehn Millionen Euro dotiert ist, legt ihren Schwerpunkt auf die Gestaltung von Stadt- und Ortsräumen.

Roland Gruber, Partner des Architekturbüros nonconform, brachte Praxisbeispiele aus Deutschland und Österreich. Etwa aus Nordrhein-Westfalen, wo sich eine Stadt über Jahrzehnte beharrlich weigerte, Supermärkte auf der grünen Wiese anzusiedeln – mit dem Ergebnis eines geschäftigen Zentrums. Oder aus Niederösterreich, wo die Stadt Haag ihren praktisch ausgestorbenen Hauptplatz zum Freilufttheater umfunktionierte. Unumgänglich sei bei jedem Revitalisierungsprojekt die Einbindung aller Beteiligten, also auch der Bürgerinnen und Bürger, betont Gruber.

Franz Sumnitsch vom Architekturbüro BKK-3 berichtet von einem Wohnprojekt in einer alten Sargfabrik in Wien als Beispiel für innovative Leerstands-Nutzung. „Wir müssen uns fragen: wollen wir nur eine Schlafstadt, oder wollen wir mehr.“ Das „Mehr“ umfasst etwa die Schaffung von Gemeinschaftsbereichen, die Verbindung von Wohnen und Arbeit sowie Wohnen und Freizeit. Der Wohnbau Sargfabrik zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Wohnungen je nach Bedarf ohne viel Aufwand um ein Zimmer erweitert bzw. wieder verkleinert werden können.

„Am Markt suchen leerstehende Wohnungen nach Menschen. In Wirklichkeit sind es aber die Menschen, die nach Wohnraum suchen“, betont Robert Korab, Geschäftsführer von raum&kommunikation, der für die BOWUG einen Leitfaden zur Bestandsmodernisierung entwickelt hat. Die Wünsche der Menschen müssten sich in der Raumplanung wiederspiegeln. Bauträger sollten daher die späteren Nutzer schon vor Planungsbeginn mit einbeziehen.

In Workshops wurden anschließend an die Vorträge gemeinsam mit Gemeindevertretern Strategien speziell für Kärnten besprochen. „Der Großteil der leerstehenden Objekte ist nicht in kommunaler Hand“, bringt Schaunig eines der Hauptprobleme auf den Punkt. Auch werden es sich die Gemeinden und Städte nicht leisten können, alle Leerstände zu erwerben und zu entwickeln. „Gefragt ist daher ein partnerschaftliches Miteinander von Eigentümerinnen und Eigentümern, privaten Initiativen und öffentlicher Hand“, so die Referentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion:Matticka/kb
Foto: Büro LHStv.in Schaunig

Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden auf unserer Website eigene und Cookies von Drittanbietern, um unser Angebot für Sie nutzerfreundlicher zu gestalten. Indem Sie auf "akzeptieren" klicken, stimmen Sie dem Setzen von Cookies zu. In den Detail-Einstellungen und unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen zu den von uns eingesetzten Cookies. Die Auswahl Ihrer erteilten Zustimmung können Sie jederzeit ändern und widerrufen.

Notwendige Cookies: Diese Cookies sind für die Funktionalität dieser Website notwendig, da ohne diese eine fehlerfreie Darstellung und Bedienung nicht gewährleistet ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ
_l42cc_confirmed
_l42cc_statistics
_l42cc_marketing
_l42cc_preferences
www.ktn.gv.at Notwendig, um den Opt(in/out)-Status zu speichern 2 Jahre Cookie
cmssidprjakl www.ktn.gv.at Notwendig, um die Inhalte der Seite anzuzeigen Beenden der Browsersitzung Session
ns_agis_8080 gis.ktn.gv.at Notwendig zur Anzeige von Karten Beenden der Browsersitzung Cookie

Über Cookies
Cookies sind kleine Textdateien, die Ihr Browser speichert, indem er diese auf Ihrem Rechner abgelegt. Gemäß der aktuellen Rechtsprechung dürfen wir eigene Cookies ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung setzen, wenn diese für den Betrieb unserer Website unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen, insbesondere von Drittanbietern, benötigen wir dagegen Ihre Erlaubnis. Unsere Website verwendet unterschiedliche Cookie-Kategorien, die durch uns oder Drittanbieter platziert werden.

Nicht qualifizierte Cookies
Diese Cookies befinden sich noch in der Klassifizierungsphase.

Präferenzen: Der Einsatz dieser Cookies ermöglicht uns die Informationen zu speichern, die Sie als Nutzer durch Ihr Surfverhalten definieren.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ
_RequestVerificationToken Zendesk Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP

Über Cookies
Cookies sind kleine Textdateien, die von Webseiten verwendet werden, um die Benutzererfahrung effizienter zu gestalten. Laut Gesetz können wir Cookies auf Ihrem Gerät speichern, wenn diese für den Betrieb dieser Seite unbedingt norwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen benötigen wir Ihre Erlaubnis. Diese Seite verwendet unterschiedliche Cookie-Typen. Einige Cookies werden von Drittparteien plaziert, die auf unseren Seiten erscheinen.

Nicht qualifizierte Cookies sind Cookies, die wir gerade versuchen zu klassifizieren, zusammen mit Anbietern von individuellen Cookies.

Statistiken: Diese Cookies (ggf. von Drittanbietern) ermöglichen uns die statistische Auswertung der Website mittels Speicherung anonymisierter Informationen.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ
_ga Google Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren. 2 Jahre HTTP
_gat Google Wird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken 1 Tag HTTP
_gid Google Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren. 1 Tag HTTP

Über Cookies
Cookies sind kleine Textdateien, die Ihr Browser speichert, indem er diese auf Ihrem Rechner abgelegt. Gemäß der aktuellen Rechtsprechung dürfen wir eigene Cookies ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung setzen, wenn diese für den Betrieb unserer Website unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen, insbesondere von Drittanbietern, benötigen wir dagegen Ihre Erlaubnis. Unsere Website verwendet unterschiedliche Cookie-Kategorien, die durch uns oder Drittanbieter platziert werden.

Nicht qualifizierte Cookies
Diese Cookies befinden sich noch in der Klassifizierungsphase.

Marketing: Diese Cookies werden von Drittanbietern verwendet, um Ihnen (auch auf externen Webseiten) personalisierte Werbung anzuzeigen.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ
_RequestVerificationToken Zendesk Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP
_RequestVerificationToken Cookiebot Hilft, Cross-Site Request Forgery- (SCRF-) Angriffe zu verhindern. Session HTTP

Über Cookies
Cookies sind kleine Textdateien, die Ihr Browser speichert, indem er diese auf Ihrem Rechner abgelegt. Gemäß der aktuellen Rechtsprechung dürfen wir eigene Cookies ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung setzen, wenn diese für den Betrieb unserer Website unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen, insbesondere von Drittanbietern, benötigen wir dagegen Ihre Erlaubnis. Unsere Website verwendet unterschiedliche Cookie-Kategorien, die durch uns oder Drittanbieter platziert werden.

Nicht qualifizierte Cookies
Diese Cookies befinden sich noch in der Klassifizierungsphase.