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Flüchtlinge: Kärnten fordert Innenministerin auf, zur Vernunft zu kommen

15.01.2016
LH Kaiser protestiert: BMI ignoriert 274 freie Plätze ebenso wie Tatsache, dass Kärnten seine Quote anders als andere Bundesländer zu 99 Prozent erfüllt - Unverhältnismäßiger Gebrauch vom Durchgriffsrecht
Scharfer Protest gegen die chaotische Vorgehensweise von Innenministerin Mikl-Leitner, die trotz der Tatsache, dass in Kärnten aktuell 274 Plätze frei sind, heute ankündigt, Container für 450 Flüchtlinge errichten zu wollen, kommt von Kärntens Landeshauptmann Flüchtlingsreferent Peter Kaiser: "Diese Vorgehensweise ist absolut inakzeptabel".

"Kärnten erfüllt seine Quote zu knapp 99 Prozent, auf 100 fehlen uns heute lediglich 87 Plätze. Würde Mikl-Leitner die jetzt freien Plätze belegen, würden wir die Quote übererfüllen”, macht Kaiser deutlich, dass andere Bundesländer weit hinter Kärnten liegen.

Die heutige Entscheidung und jene in St. Egyden würden jedenfalls von wenig Problemlösungskompetenz zeugen. "Mikl-Leitner riskiert damit, dass die Hilfsbereitschaft in Kärnten abnimmt und die Unzufriedenheit der Menschen besorgniserregend zunimmt”, so Kaiser.

Der Landeshauptmann fordert Mikl-Leitner auf, schleunigst zur Vernunft zu kommen, die angeführten Fehlentscheidungen zurückzunehmen und Kärnten gerecht zu behandeln.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/kb