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Kärntens Kinder sind bei Zahngesundheit auf einem guten Weg

22.01.2016
LHStv.in Prettner: Karies keine Chance geben – Prophylaxe in Kindergärten und Volksschulen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Karies nach wie vor die am weitesten verbreitete Zivilisationskrankheit, obwohl heute bereits wirksame Maßnahmen zur Prophylaxe zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund legte die WHO hinsichtlich der oralen Gesundheit bis zum Jahr 2020 Ziele fest, die es auf Landesebene mit Vorsorgemaßnahmen zu erreichen gilt. Dazu ist aus pädagogischer und zahnmedizinischer Sicht eine sinnvolle und erfolgsbringende Betreuung spätestens im Kindergarten notwendig, um die Zähne auch lange gesund und schön zu halten.

„In Kärnten verzeichnen wir mit unseren Zahnprophylaxe Programmen in Kindergärten und Volksschulen großartige Erfolge und nähern uns dem Ziel, die von der WHO definierten Vorgaben zu erreichen. Laut diesen sollen bis 2020 zumindest 80 Prozent aller Sechsjährigen kariesfrei sein und Zwölfjährige maximal 1,5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne haben“, gab heute, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt.

Seit nunmehr elf Jahren werden Kindergartenkindern im Auftrag vom Land Kärnten und der KGKK sämtliche Aspekte der Zahngesundheit näher gebracht. Dabei war es den Partnern ein besonderes Anliegen, eine flächendeckende Betreuung zu erreichen. Mittlerweile werden in allen Bezirken wertvolle Tipps zur Zahngesundheit vermittelt. „Alleine im Jahr 2015 wurden in Kärnten 220 Kindergärten vom Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit zahnpädagogisch betreut. Also insgesamt 9.652 Kinder, die mit der Zahngesundheitserziehung vertraut gemacht wurden. Im Jahr 2016 soll der Kindergartenbereich flächendeckend erschlossen werden“, so Prettner. Sie wird in der kommenden Regierungssitzung die Projektförderung für 2016 zur Beschlussfassung vorlegen.

Zweimal im Jahr werden die Kindergärten von Zahngesundheitserzieherinnen des Vereins für prophylaktische Gesundheitsarbeit besucht und betreut. Zusätzlich werden pro Jahr bei rund 50 Informationsabenden mehr als 1.000 Eltern über die Zahngesundheit aufgeklärt. Im Mittelpunkt stehen die zentralen Themen wie richtige Pflege, Ernährung und der regelmäßige Zahnarztbesuch sowie der Angstabbau vor diesem.

Um das WHO-Ziel bei den Zwölfjährigen zu erreichen, wurde der sogenannte Zahngesundheitsunterricht zusätzlich in den Lehrplan der Volksschulen integriert. Dieser wird von Zahngesundheitserzieherinnen des bfi-Kärnten abgehalten. Prettner: „Auch im Volksschulbereich können wir eine hervorragende Bilanz ziehen. So wurden im letzten Schuljahr 162 Volksschulen vom bfi betreut und insgesamt 10.950 Kinder erreicht. Bis zum Jahr 2018 soll auch in diesem Bereich eine flächendeckende Betreuung garantiert werden.“

Um zu überprüfen, inwieweit die Vorgaben der WHO erreicht werden, führte das Österreichische Institut für Gesundheitswesen (ÖBIG) bundesweite Zahnstatuserhebungen durch. Die letzte Erhebung im Jahr 2011 zeigte, dass in Kärnten bereits 62 Prozent der Sechsjährigen kariesfrei sind. Im Ländervergleich schnitt Kärnten damit als drittbestes Bundesland ab. „In Anbetracht der respektablen Erfolge, die wir mit unseren Zahnprophylaxe-Programmen in Kärntens Kindergärten und Volksschulen bis dato erreicht haben, werden wir den Weg einer präventionsorientierten Zahnheilkunde konsequent weiter verfolgen und somit Karies in Zukunft keine Chance geben. Ich bin zuversichtlich, die von der WHO gesteckten Ziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger