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LR Benger: Tourismusstrategie geht in die Praxis

30.01.2016
Jahressitzung der Tourismusorganisationen: Präsentation des Business-Konzeptes Strandbad-NEU Bodensdorf als Beispiel für die Umsetzung der Tourismusstrategie
Die neue Kärntner Tourismusstrategie geht auf mehreren Ebenen in die Umsetzung. Direkte Info-Runden mit Tourismusverbänden, -Regionen und eine Infotour für Unternehmer finden ebenso statt wie beispielsweise ein Projekt mit der FH Villach. „Eine Strategie ist nur so gut wie ihre Umsetzung auf betrieblicher, organisatorischer, kommunaler und werblicher Ebene“, sagte Tourismuslandesrat Christian Benger anlässlich der Jahrestourismus-Sitzung mit allen Organisationen in Klagenfurt.

„Die alles entscheidenden Fragen für die touristische Zukunft des Landes sind: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, wie wird Kärnten wahrgenommen und steigern wir mit der Wahrnehmung unsere Gästezahlen“, fasste Benger zusammen. Deshalb konzentriert sich Kärnten auf allen Ebenen auf eine Nummer-Eins-Positionierung, die es von allen anderen Ländern unterscheidet. In der Umsetzungsphase werden Angebote und Projekte auf betrieblicher und kommunaler Ebene entwickelt, die dieser Positionierung entsprechen, nämlich die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls in Österreich zu vermitteln.

Konkret wird es neben anderen Regionen dementsprechend beispielsweise in Bodensdorf. Dort haben Studentinnen der FH Kärnten, die auch in die Erarbeitung der Tourismusstrategie eingebunden waren, mit allen Betroffenen vor Ort ein Business-Konzept für ein Strandbad-Neu im Sinne der Tourismusstrategie erarbeitet.

„Die Aufgabe war, ein Strandbad im Sinne der Kärntner Tourismusstrategie generell zu attraktivieren, zu adaptieren und wirtschaftlich zu betreiben“, so Benger. Im konkreten Fall handelte es sich ein öffentliches Strandbad, das derzeit vom Tourismusverband Steindorf an einen privaten Betreiber verpachtet wird. „Die StudentInnen lernen nicht nur die Theorie, sondern mussten ein praxistaugliches Projekt erarbeiten. In der Lehrveranstaltung wurden keine fiktiven Projekte bearbeitet, sondern es handelte sich um reale Auftraggeber aus der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung“, sagte Benger.

Die Kernprodukte des neuen Strandbades:
• ein neues Badehaus mit Liegebereich und ein beheiztes Seebecken, um die Saison zu verlängern
• ein Pavillon für Massagen und Hochzeiten
• ein Restaurant mit Dachterrasse und einer Photovoltaikanlage, mit regionalen Produkten, um Kärntens Lebensmittelproduktion erlebbar zu machen
• ein Businesscorner (im Restaurant) aus Kärntner Naturmaterialien
• ein neuer Outdoor-Fitnessbereich, sowie einige Indoor-Sportgeräte
• ein Barfußweg um die „Südlichkeit“ hautnah zu spüren
• ein Naturerlebnispark für Kinder an Stelle des Funparks (auch für Schlechtwetter)
• ein Food Truck
• Brauchtumskurse zur Vermittlung südlicher Werte und Traditionen
• Kinderbetreuung

Die Teilnehmer an diesem Projekt waren Steindorfs Bürgermeister Georg Kavalar, Hans Stichauner vom Tourismusbüro Steindorf, der Pächter des Strandbades, Stefan Plachy sowie die Studenten-Gruppe mit Sandra Pacher (Projektleiterin), Alina-Maria Viscusi (stv. PL), Carmen Gorensek, Angelina Tschitsche, Caroline Wagner unter der Begleitung von FH-Prof. Stefan Nungesser (Studienbereichsleiter Hotelmanagement, Teilnehmer beim Tourismusstrategieprozess) und Prof. Hermine Bauer (Leiterin der Lehrveranstaltung Projektmanagement).


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Benger