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Cybermobbing keine Chance geben – „Setze ein Zeichen“

02.02.2016
LHStv.in Prettner bei Kurzfilmpräsentation: Persönliche Grenzen und respektvoller Umgang haben auch im Internet Gültigkeit
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen, dem Kärntner Landesjugendreferat, der Plattform saferinternet.at und der Förderaktion netidee.at haben sich Studierende der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt dem Thema Cybermobbing gewidmet. Unter der Leitung von Caroline Weberhofer entstand so ein Filmprojekt, das heute, Dienstag, im Beisein von Jugendreferentin LHStv.in Beate Prettner und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger präsentiert wurde und ab sofort für Schulen als Anschauungsmaterial im Unterricht auf www.ksn.at abrufbar ist.

„Mit dem Kurzfilm soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche fatalen Folgen Mobbing und Cybermobbing haben können. Die Geschichte einer betroffenen Mutter soll zum Nachdenken anregen, wie von einem selbst, aber auch von anderen die neuen Medien genutzt werden und inwiefern die persönlichen Grenzen und ein respektvoller Umgang miteinander gewahrt werden“, so Prettner.

Mobbing sei schon immer ein brisantes Thema an Schulen gewesen, bekomme durch die neuen Medien aber ganz neue Dimensionen, weiß auch Altersberger. „Wichtig ist, dass wir alle hinsehen, anstatt uns abzuwenden. Wenn Unrecht geschieht, sei es im realen Leben oder im World Wide Web, ist es unsere Pflicht, aktiv zu werden – ich appelliere hier auch an die Zivilcourage“, so der Landesschulratspräsident.

Mit dem Filmprojekt sei ein Anstoß gesetzt worden, um junge Menschen dazu zu bewegen, sich der Thematik zu widmen, erklärte Weberhofer. „So entstand ein Film von Jugendlichen, für Jugendliche – die Studierenden haben sich intensiv damit beschäftigt, wie man das Thema Cybermobbing für die Zielgruppe am besten aufbereiten kann und das Ergebnis ist mehr als gelungen“, so Weberhofer.

Neben einer Gesetzesänderung, die seit 1.1.2016 in Kraft ist und Cybermobbing als Straftat ahndet, gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote für Betroffene. So beispielsweise die Plattform saferinternet.at, oder auch Rat auf Draht, als anonyme und kostenlose Beratungshotline (147). „Es ist ganz wesentlich, dass wir Kindern und Jugendlichen angesichts der sich stetig verändernden Kommunikationskanäle einen sicheren Umgang mit dem Internet vermitteln, erklären wie die Fülle an ungefilterten Informationen zu bewerten ist und nicht müde werden, aufzuzeigen, dass persönliche Grenzen auch im World Wide Web zu wahren sind“, machte Prettner aufmerksam.

Der Film ist auch unter folgendem Youtube Link zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=O7EH7lsHGdY


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner