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Landtag beleuchtete „Situation der Kärntner Bauern“

04.02.2016
LR Benger: Zahlreiche Maßnahmen garantieren „farming for living“ – Konsumenten haben die Situation in der Hand
Im Rahmen der Aktuellen Stunde der 43. Sitzung des Kärntner Landtages heute, Donnerstag, nahm seitens des Regierungskollegiums Landesrat Christian Benger in seiner Funktion als Landwirtschaftsreferent zur „Situation der Bauern in Kärnten“ Stellung.

„Die Land- und Forstwirte leisten Tag für Tag Enormes. Sie sorgen für unsere Kulturlandschaften, gentechnikfreie Lebensmittel, sie verhindern das Zuwachsen der Almen und ermöglichen damit Tourismus - das wissen wir alle“, meinte Benger einleitend. Dass die Herausforderungen für die Landwirtschaft nicht übersehbar sind, sei auch ihm durchaus bewusst. „Lösungen sind nur dann möglich, wenn echter Einsatz und Handlungen gezeigt werden“, betonte der Landwirtschaftsreferent. Zur vorherrschenden Situation sagte Benger: „Wir haben in Kärnten eine flächendeckende Landwirtschaft trotz Strukturwandel sichergestellt, das zeigen auch die Investitionen der Landwirte in Grund und Boden. Sie ist wichtig für das Funktionieren unserer Wirtschaftskreisläufe sowie unserer Traditionen und Kulturen im ländlichen Raum.“ Aber es liege in der Hand jedes Einzelnen, die Situation zu steuern. „Wir entscheiden jeden Tag, ob unsere Gelder in ausländische Massenproduktionen fließen, oder ob unser Geld im Land bleibt und hier in den Wirtschaftskreislauf in Schwung hält.“ Erst wenn wir selbst und vor allem die öffentliche Hand auch nach den Grundsätzen der Regionalität leben und handeln, würden die derzeitigen Diskussionen obsolet.

Zum Programm der ländlichen Entwicklung und zum Fördersystem das für die nächsten sieben Jahre aufgestellt wurde, strich Benger die 150 Millionen Euro hervor, die jährlich von den heimischen Bauern für Investitionen in die Hand genommen werden. Diese Investitionen kommen mehrheitlich der regionalen Wirtschaft zu Gute. Es sei laut Benger zudem erfreulich, dass die Kärntner Co-Finanzierungsmittel sichergestellt werden konnten, sodass auch künftig EU-Mittel fließen würden. Zusätzlich soll das neue Österreichische Hagelversicherungsmodell Erleichterung für die heimischen Bauern bringen, weil es auch für Dürreentschädigungen gelten wird. Maßnahmen im Rindersektor, eigene Förderprogramme für Jungbäuerinnen und Jungbauern, und ein gutes Bildungssystem das die Professionalisierung der LandwirtInnen sicherstellt, wären nur einige Garanten für ein funktionierendes „farming for living“. Denn, so Benger: „Kärnten braucht eine starke agrarische Produktion“


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Susanne Stirn