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Wildtiermanagement der großen Beutegreifer wird 2016 fortgesetzt

10.02.2016
LR Ragger/LR Holub: Gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Jagd im Sinne des Artenschutzes
Seit dem Jahr 2007 gibt es das Projekt „Schutz und Management des Braunbären in Österreich“, welches im Jahr 2007 noch über den WWF und ab dem Jahr 2008 über das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien (FiWi) abgewickelt wird. Kärnten hat sich an diesen Projekten von Anfang an, im Hinblick auf die Verbreitung von Braunbären (Karawanken, Karnische Alpen und Gailtaler Alpen in Kärnten und Osttirol) beteiligt. Im Hinblick auf die Ausweitung der Koordinierungsstelle für Braunbär auch auf den Luchs und den Wolf wurde vom FiWi das Projekt als „Management der großen Beutegreifer in Österreich 2016“ bezeichnet und durchgeführt.

„Wie bereits für 2015 ist es auch für das Jahr 2016 gelungen, zwischen der Jagd und dem Naturschutz in Kärnten, hinsichtlich des Anteiles Kärnten am Projekt „Management der großen Beutegreifer in Österreich“ insofern eine Einigung zu erzielen, als für 2016 sowohl seitens des Naturschutzes als auch der Jagd jeweils die Hälfte der insgesamt 8.720 Euro (Anteil Kärntens) aufgebracht wird“, informiert Jagdreferent Landesrat Christian Ragger.

Umweltreferent LR Rolf Holub sieht die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz- und Jagdbereich in dieser Sache als sehr positiv und wichtig: „Kärnten ist ein bedeutender Lebensraum für geschützte Wildtiere, wie Braunbären, Luchs und Wolf. Ein verträgliches Miteinander funktioniert aber nur mit einem professionellen und abgestimmten Management. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir die gute Zusammenarbeit von Naturschutz und Jagd in diesem Bereich auch in den nächsten Jahren weiterführen können“, so Holub.

Die Koordinierungsstelle für den Braunbären, Luchs und Wolf (KOST) ist ein länder- und staatenübergreifendes Gremium mit der Aufgabe, Maßnahmen im Bären-, Wolfs- bzw. Luchsmanagement zwischen den Landesbehörden abzustimmen und ein fachlich fundiertes einheitliches Vorgehen sicherzustellen. Dabei steht ihr das Wissen von verschiedensten Fachleuten bzw. Wissenschaftler/innen zur Verfügung. Den Vorsitz in der KOST führt seit 2007 Kärnten.

„Nachdem es sich beim Braunbären sowie auch beim Luchs und Wolf in Kärnten um geschonte, aber dem Kärntner Jagdgesetz unterliegende Wildarten handelt und das Projekt „Management der großen Beutegreifer in Österreich 2016“ in Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, einen langfristigen Artenschutz dieser Tierarten sicherstellt, ist eine Beteiligung Kärntens – auch in Zukunft – sowohl von Seiten des Naturschutzes als auch der Jagd sehr zu begrüßen“, so Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger/Büro LR Holub
Redaktion: Reiter/Rauber