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Tourismustag in der Region Klopeiner See

18.02.2016
LR Benger: Mit der Tourismusstrategie jetzt in die Umsetzung – Klares Motto: Umsetzung der Tourismusstrategie in Angeboten, Bewerbung, Produkten und Projekten
In einem breit angelegten Prozess wurde 2015 die Neuausrichtung und Profilschärfung des Kärntner Tourismus erarbeitet. „Kärnten bietet derzeit seinen Gästen zu viel Durchschnitt und zu wenig Herausragendes – das ist der ernüchternde Status quo“, erinnert Tourismuslandesrat Christian Benger an den Strategieprozess mit vielen Unternehmern und Vertretern der Tourismusorganisationen. Diese Situation führe zu austauschbaren Angeboten, die in einem Preiskampf enden. „Das ist die Frage der Zukunft: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, oder nicht“, so Benger. Im Rahmen der Tourismustage der Region fand gestern, Mittwoch, eine Info-Tour zur Kärntner Tourismusstrategie in St. Kanzian am Klopeiner See statt.
 
Die Kernaussage der neuen Tourismusstrategie lautet für Benger: Kärnten muss den Fokus auf EINE Nr.1-Positionierung richten und als das Land mit der höchsten Konzentration an südlicher Lebensqualität in Österreich auftreten. So werde Kärnten von den Gästen aus anderen Ländern wahrgenommen, damit sei Kärnten glaubwürdig. Das Attribut „südlich“ stehe für ein Lebensgefühl der Gelassenheit, das ganzjährig spürbar sei. „Um das authentisch zu vermitteln, müssen unsere Angebote, Produkte, Projekte und die Bewerbung der DNA-Kärntens entsprechen – sie müssen gesellig, maßvoll, überschaubar, bewahrend und fein sein“, wies Benger vor den Touristikern am Klopeiner See hin.

Jetzt sei es an der Zeit, mit der Strategie in die Umsetzung zu gehen und Kärntens Stärken zu stärken. „Auch dabei konzentrieren wir uns auf den Gäste-Boom und das Gästeverhalten, nämlich Land und Leute kennen lernen, erleben. Das bedeutet, Angebote zu Seen, Berg und Radfahren müssen zu europaweiten Vorzeigeprodukten werden“, hielt Benger fest. Dafür würden mit den Tourismusregionen Projektideen gesammelt und Initiativen gemeinsam weiterentwickelt.

In der Region Klopeiner See-Südkärnten ist es bereits gelungen, erste Maßnahmen zur Umsetzung der Tourismusstrategie zu initiieren. So entsteht am Klopeiner See ein Slow Trail – ein leichter Wanderweg, bei dem das Genießen des See-Berg-Panoramas Kärntens im Vordergrund steht. Der erste Slow Trail wird direkt von der Seepromenade auf den Kitzelberg führen und mit Aussichtsplattform und Fotopints inszeniert. Der Trail-Park auf der Petzen wird um „Genuss-Angebote“ ergänzt – mit dem Ausbau der Gastronomie am Berg und im Tal und einem Mountainbike-Übungsparcours, der auch den „genussvollen“ Fahrer ansprechen soll. Neugestaltet wird das Zentrum von Seelach, um dieses für das See-Erlebnis attraktiver zu gestalten.

Um potentielle Partner zur Projektentwicklung zu motivieren, wird von Landesseite auch finanzielle Unterstützung angeboten. Spezielle Förderschienen für Investitionen in die Infrastruktur an Kärntens Seen sowie auf den Bergen und den Radwegen wurden entwickelt. Im Jahr 2016 werden dafür Fördermittel in der Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

„Die Profilschärfung des Kärntner Tourismus wird nicht über einzelne, wenige Großprojekte funktionieren. Das gemeinsame Ziel ist, durch viele Projekte und Initiativen das südliche Lebensgefühl flächendeckend im ganzen Land erlebbar zu machen“, betonte Benger einmal mehr. Am Ende dieses Prozesses solle aus einem Mosaik kleiner Projekte ein großes Leuchtturmprojekt „Kärnten“ entstehen, das nachhaltig am Markt wahrgenommen werde.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger