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Mit der Tourismusstrategie jetzt in die Umsetzung

25.02.2016
LR Benger: Die Region Carnica-Rosental setzt sich mit Umsetzung der Tourismusstrategie in Angeboten, Bewerbung, Produkten und Projekten ein klares Ziel
In einem breit angelegten Prozess wurde 2015 die Neuausrichtung und Profilschärfung des Kärntner Tourismus erarbeitet. „Kärnten bietet derzeit seinen Gästen zu viel Durchschnitt und zu wenig Herausragendes – das ist der ernüchternde Status quo“, erinnert Tourismuslandesrat Christian Benger an den Strategieprozess mit vielen Unternehmern und Vertretern der Tourismusorganisationen. Diese Situation führe zu austauschbaren Angeboten, die in einem Preiskampf enden. „DAS ist die Frage der Zukunft: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, oder nicht“, so Benger.

Daher lautet die Kernaussage der neuen Tourismusstrategie: Kärnten muss den Fokus auf eine Nr.1-Positionierung richten und als das Land mit der höchsten Konzentration an südlicher Lebensqualität in Österreich auftreten. So werde Kärnten von den Gästen aus anderen Ländern wahrgenommen, damit sei Kärnten laut Benger glaubwürdig.

Das Attribut „südlich“ steht für ein Lebensgefühl der Gelassenheit, das ganzjährig spürbar ist. „Um das authentisch zu vermitteln, müssen unsere Angebote, Produkte, Projekte und die Bewerbung der DNA-Kärntens entsprechen – sie müssen gesellig, maßvoll, überschaubar, bewahrend und fein sein“, weist Benger am Regionstag vor den Touristikern hin.

Jetzt sei es an der Zeit, mit der Strategie in die Umsetzung zu gehen und Kärntens Stärken zu stärken. „Auch dabei konzentrieren wir uns auf den Gäste-Boom und das Gästeverhalten, nämlich Land und Leute kennen lernen, erleben. Das bedeutet, Angebote zu Seen, Berg und Radfahren müssen zu europaweiten Vorzeigeprodukten werden“, hält Benger fest. Dafür werden mit den Tourismusregionen Projektideen gesammelt und Initiativen gemeinsam weiterentwickelt. In der Region Carnica-Rosental ist es bereits gelungen, erste Maßnahmen zur Umsetzung der Tourismusstrategie zu initiieren: Hier wird intensiv daran gearbeitet, den Drauradweg zu einem Kärntner Leadprodukt zu entwickeln. Ziel ist, den Drauradweg zu Österreichs „chilligstem“ entspannendstem Radweg auszubauen und ihn gestalterisch sowie inhaltlich zu inszenieren - etwa mit einzigartigen Rastplätzen wie man sie sonst an keinem Radweg in Österreich findet.

Gemeinsam mit der FH-Kärnten und anderen Partnern wurde daher der Wettbewerb „radRast16“ diesem Thema gewidmet: 176 Teams von HTLs aus ganz Österreich und dem Alpen-Adria-Raum haben Projekte für die Gestaltung solcher Rad-Rastplätze eingereicht. Das Siegerprojekt wird am Drauradweg umgesetzt.

Um potentielle Partner zur Projektentwicklung zu motivieren, wird von Landesseite auch finanzielle Unterstützung angeboten. Spezielle Förderschienen für Investitionen in die Infrastruktur an Kärntens Seen sowie auf den Bergen und den Radwegen wurden entwickelt. Im Jahr 2016 werden dafür Fördermittel in der Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

„Die Profilschärfung des Kärntner Tourismus wird nicht über einzelne, wenige Großprojekte funktionieren. Das gemeinsame Ziel ist, durch viele Projekte und Initiativen das südliche Lebensgefühl flächendeckend im ganzen Land erlebbar zu machen“, betont Benger einmal mehr. Am Ende dieses Prozesses soll aus einem Mosaik kleiner Projekte ein großes Leuchtturmprojekt „Kärnten“ entstehen, das nachhaltig am Markt wahrgenommen wird.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/kb