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Angelobung von 400 Rekruten in Kappel am Krappfeld

26.02.2016
LH Kaiser: Wir sind stolz auf die Leistungen des Bundesheeres – Notwendiger Assistenzeinsatz an den Grenzen ist eine zusätzliche Herausforderung für die Soldatinnen und Soldaten
„Ich gelobe“ hallte es am Freitagnachmittag von knapp 400 Rekruten aus ganz Kärnten über den Sportplatz der Gemeinde Kappel am Krappfeld. Das Militärkommando Kärnten führte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kappel am Krappfeld und dem Stabsbataillon 7 diese Angelobung durch. Dabei legten die Rekruten ihr ganz persönliches Versprechen auf die Republik Österreich und auf die Demokratie ab. Angelobt wurden die im Jänner und Februar 2016 bei den Kärntner Verbänden eingerückten Soldaten.

Landeshauptmann Peter Kaiser und der Bürgermeister der Gemeinde Kappel am Krappfeld, Martin Gruber, sowie der Kommandant der 7. Jägerbrigade, Brigadier Jürgen Wörgötter dankten den Rekruten und dem Bundesheer für ihren schwierigen und herausfordernden Dienst.

Der Landeshauptmann betonte, dass die Angelobung im Zeichen großer Unsicherheiten stehe. Die Flüchtlingsströme nach Europa würden ein Reagieren Europas erfordern, aber eine europäische gemeinsame Asylpolitik sei leider bisher nicht realisierbar, daher habe Österreich beschlossen, den freien Grenzverkehr mit Sicherheitsmaßnahmen selbst zu kontrollieren. Dieser zusätzliche Assistenzeinsatz stehe den jungen Soldatinnen und Soldaten aller Wahrscheinlichkeit nach bevor, daher wünsche er allen die notwendige Kraft und innere Einstellung dazu, so Kaiser. Er sei stolz auf die Leistungen des Bundesheeres. Sicherheit und Vertrauen zueinander seien sehr wichtig und bilden ein hohes Gut, das es zu bewahren gelte, unterstrich der Landeshauptmann. „Kärnten und seine Bevölkerung sind stolz auf Sie. Es lebe die Republik Österreich, das Heimatland Kärnten in einem hoffentlich weiter friedlichen Europa“, so der Landeshauptmann.

Brigadier Wörgötter sagte, dass er mit dem Grenzeinsatz für die Rekrutinnen und Rekruten rechne, daher werde man die nötigen Vorbereitungen dafür in der Ausbildung treffen. Sicherheit sei wichtig, alle würden Sicherheit wollen, so Wörgötter. Er wünsche sich auch mehr Geld für das Bundesheer, um die großen Herausforderungen bewältigen zu können.

Kappels Bürgermeister Martin Gruber freute sich über die Angelobung in seiner Gemeinde. Vor zehn Jahren schon habe man den diesbezüglichen Wunsch geäußert. Der Friede sei als höchstes Gut zu bewahren. Ohne Bundesheer wäre die Flüchtlingsproblematik nicht zu bewältigen, so Gruber.

Als Kommandant der ausgerückten sprach Oberstleutnant Harald Scharf. Durch das Programm führte Vizeleutnant Franz Brunner. Die musikalische Umrahmung bot das Ensemble 7 der Österreichischen Militärmusik unter Oberstleutnant Dietmar Pranter.

Oberstleutnant Dietmar Ragger begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Landesamtsdirektor Oberst der Miliz Dieter Platzer, Oberst Peter Schrottwieser, Oberst und stv. Militärkommandant Erhard Eder, LAbg. Günter Leikam, Konsul Sepp Prugger, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik, Polizeioberst Horst Jessenitschnig, Generalmajor i. R. Gerd Ebner sowie die Bürgermeister aus den Nachbargemeinden. Mitgestaltet wurde die Angelobungsfeier von Vertretern und Abordnungen von Rettungs- und Blaulichtorganisationen sowie von Heimat- und Kameradschaftsverbänden. Die Kinder Peter und Christina Funder trugen ein Gedicht zum Thema Österreich vor, die Heimatdichterin Hermine Semmler sprach Worte zur Angelobung. Die Militärdekane Emanuel Longin und Michael Matiasek gingen auf die Ambivalenz des Menschlichen und auf die Treue zur Gemeinschaft näher ein.

Die Villacher Garnison war mit Rekruten des Pionierbataillons 1 aus der Rohr-Kaserne, des Führungsunterstützungsbataillons 1 aus der Lutschounig-Kaserne und des Dienstbetriebes des Militärkommandos Kärnten aus der Hensel-Kaserne vertreten. Die Jungsoldaten der Garnison Klagenfurt gehörten dem Stabsbataillon 7 in der Windisch-Kaserne und der Stabskompanie und Dienstbetrieb des Militärkommandos Kärnten in der Khevenhüller-Kaserne an. Die anzugelobenden Soldaten der Garnison Spittal an der Drau kamen vom Jägerbataillon 26 aus der Türk-Kaserne.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD/Just