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Gesunde und schöne Zähne „kinderleicht“ gemacht

01.03.2016
LHStv.in Prettner: Keine Chance für Karies – Prophylaxe von Kindesbeinen an
„Gesunde Zähne kinderleicht“ ist das Motto der Zahngesundheitsförderung, die seit 2005 in Kärnten durchgeführt wird“, erläuterte Gesundheitsreferentin, LHStv.in Beate Prettner, heute, Dienstag, bei ihrem Besuch im Kindergarten „Kunterbunt“ in Ferlach. „Zwei Mal pro Jahr besuchen speziell ausgebildete Zahngesundheitserzieherinnen vom Verein prophylaktische Gesundheitsarbeit jeden Kindergarten und begleiten Kinder auf dem Weg zu gesunden, schönen Zähnen“, sagt Prettner.

Das Land Kärnten fördert das auf Prävention abzielende Programm in Kooperation mit dem Gesundheitsland Kärnten und den Sozialversicherungsträgern. Dass damit nicht nur ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit der Kinder geleistet wird, sondern das lehrreiche Programm auch noch Spaß macht, stellten die Kindergartenkinder aus Ferlach unter Beweis, als es darum ging, die Grundsätze der Zahnhygiene gemeinsam zu erarbeiten.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Karies nach wie vor die am weitesten verbreitete Zivilisationskrankheit, obwohl heute bereits wirksame Maßnahmen zur Prophylaxe zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund legte die WHO hinsichtlich der oralen Gesundheit bis zum Jahr 2020 Ziele fest, die es auf Landesebene mit Vorsorgemaßnahmen zu erreichen gilt. Dazu ist aus pädagogischer und zahnmedizinischer Sicht eine sinnvolle und erfolgsbringende Betreuung spätestens im Kindergarten notwendig, um die Zähne auch lange gesund zu halten.

„Bei der Zahngesundheitserziehung in unseren Kindergärten geht es vor allem auch darum, den Kindern die Angst vor Zahnarztbesuchen zu nehmen und sie zur Zahnpflege zu motivieren. Mit spielerischen Zugängen, wie Rollenspielen, Bewegungseinheiten oder auch Tänzen und Pantomimen werden den Kindern die Grundvoraussetzungen der Prophylaxe, das Wissen über Anatomie und Funktion der Zähne, die Bedeutung der Ernährung für die Zahngesundheit, Zahnputztechniken sowie die Aufgaben und Möglichkeiten der Zahnärzte und Zahnärztinnen beigebracht“, so Prettner.

Allein im Jahr 2015 wurden im südlichsten Bundesland 220 Kindergärten zahnpädagogisch betreut, das heißt insgesamt 9.652 Kinder. Im Jahr 2016 soll der Kindergartenbereich flächendeckend erschlossen werden. „In Kärnten verzeichnen wir mit unseren Zahnprophylaxe-Programmen in Kindergärten und Volksschulen großartige Erfolge und nähern uns so dem Ziel, die von der WHO definierten Vorgaben zeitgerecht zu erreichen. Laut diesen sollen bis 2020 zumindest 80 Prozent aller Sechsjährigen kariesfrei sein und Zwölfjährige maximal 1,5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne haben“, betonte Prettner.

Um das WHO-Ziel bei den Zwölfjährigen zu erreichen, wurde der so genannte Zahngesundheitsunterricht zusätzlich in den Lehrplan der Volksschulen integriert. „Auch im Volksschulbereich können wir eine hervorragende Bilanz ziehen“, resümiert die Gesundheitsreferentin. „So wurden im letzten Schuljahr 162 Volksschulen vom bfi betreut und insgesamt 10.950 Kinder erreicht. Bis zum Jahr 2018 soll auch in diesem Bereich eine flächendeckende Betreuung garantiert werden.“

Eine vom Österreichischen Institut für Gesundheitswesen (ÖBIG) durchgeführte bundesweite Zahnstatuserhebung zeigte, dass in Kärnten bereits 62 Prozent der Sechsjährigen kariesfrei sind. Im Ländervergleich schnitt Kärnten als drittbestes Bundesland ab. „Wir werden unseren Weg einer präventionsorientierten Zahnheilkunde konsequent weiter verfolgen und somit Karies auch in Zukunft keine Chance geben“, bekräftigte die Gesundheitsreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner