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ASFINAG investiert heuer 53 Millionen in Kärnten

04.03.2016
BM Klug, LH Kaiser und ASFINAG-Vorstand Schedl: Mehr Sicherheit, Investitionen sichern Arbeitsplätze – Großer Nutzen für das Land
Allein heuer werden 53 Millionen Euro in die Infrastruktur Kärntens investiert. Bis 2021 sind von der ASFINAG 580 Mio. Euro vorgesehen, um das Kärntner Autobahnen- und Schnellstraßennetz zu erneuern und zu erweitern. Infrastrukturminister Gerald Klug, Landeshauptmann Peter Kaiser und ASFINAG-Vorstand Alois Schedl informierten heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz im Detail über die zahlreichen geplanten Maßnahmen und Investitionen.

Infrastrukturminister Klug betonte, dass die Asfinag einer der größten Investoren in Kärnten sei und zudem Anreize für neue Unternehmen schaffe, sich entlang des Straßennetzes anzusiedeln. „Wir stärken die Wirtschaft und sorgen für Jobs in Kärnten“, betonte der Minister und sprach von rund 6.000 gesicherten Arbeitsplätzen. Großes Anliegen sei ihm die Sicherheit auf den Straßen. Ihr diene jeder zweite in Österreich investierte Euro. Als Beispiele nannte Klug den Oswaldiberg- und Kroislerwandtunnel auf der A10 Tauernautobahn. Deren Sicherheitstechnik werde auf den neuesten Stand gebracht, insbesondere durch das Akustiksystem AKUT. Dieses sei gemeinsam mit dem Joanneum Research entwickelt worden, fange „untypische“ Geräusche wie quietschende Reifen oder brechendes Glas ein und schlage so schneller Alarm als andere Systeme.

Ebenfalls eingegangen ist der Minister auf den Bau der zweiten Röhre des Karawankentunnels auf der A11. Hier werde es nach dem Vollausbau also keinen Gegenverkehr mehr geben. Klug teilte weiters mit, dass die Asfinag Vorreiter beim Bestbieterprinzip sein wolle. Dies solle für mehr Qualität in Vergabe und Bauumsetzung sorgen. Folge daraus wären auch kürzere Bauzeiten, weniger Staus, weniger Sanierungsbedarf. Als Stärke Österreichs nannte er leistungsfähige Netze in öffentlicher Hand und meinte hier als wesentliche Standortfaktoren neben Straße und Schiene auch Strom, Gas und Kommunikationsnetze.

Der Landeshauptmann unterstrich die Wichtigkeit von Investitionen für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Die große Investition der ASFINAG sei gerade in dieser schwierigen Zeit für Kärnten überaus erfreulich. Auch vom Bestbieterprinzip würden vor allem einheimische Firmen profitieren. Auch Kärnten setze in seinen Bereichen das Bestbieterprinzip um, wovon die Bauwirtschaft nachweislich profitiere. Kaiser erwähnte auch die Bedeutung der Sicherheit auf den Straßen. Es sei eine positive Entwicklung, dass europäische Sicherheitsstandards beim Karawankentunnel durch den Bau der zweiten Röhre zum Tragen kommen, immerhin verbinde dieser Tunnel zwei Länder. Mit Minister Klug sei vereinbart worden, bereits im April weitere wichtige Einrichtungen in Kärnten gemeinsam zu besuchen und über infrastrukturelle Möglichkeiten zu beraten.

ASFINAG-Vorstand Schedl wies auf die großen Projekte, wie Karawankentunnel, Oswaldibergtunnel, Kroislerwandtunnel, Unterflurtrasse St. Niklas, Sicherheitsausbau auf der S 37 sowie Sanierungen von Anschlussstellen auf der Wörthersee-Autobahn hin. Der Baubeginn der zweiten Röhre des Karawankentunnels sei für Ende 2017 vorgesehen, 2021 solle sie fertiggestellt sein, die Gesamtverkehrsfreigabe des Vollausbaus sei für 2023 vorgesehen. An Kosten würden für Österreich 185 Mio. Euro anfallen, für Slowenien nannte er 140 Mio. Euro.

Beim Oswaldibergtunnel könnte es bis zum Juni an manchen Wochenenden zu Behinderungen bzw. Überlastungen kommen, über den Sommer werde der Tunnel baustellenfrei gehalten. Schedl teilte auch mit, dass der Sicherheitsausbau auf der S37 von St. Veit nach Maria Saal 2017 beginnen werde. Die Fahrbahn solle um sechs Meter verbreitert werden, eine bauliche Mitteltrennung sei geplant. Die Kosten hierfür belaufen sich laut Schedl auf 82 Mio. Euro, weil auch neun – dann zu schmale- Überführungsbauwerke erneuert werden müssten. Die Behördenverfahren seien im Laufen. Weil nur die Sicherheit und nicht die Leistungsfähigkeit erhöht werde, gehe er davon aus, dass eine UVP nicht nötig sein werde. Würde es aber zu einer kommen, bedeute dies nur eine kurze Verzögerung des Baubeginns. Die ASFINAG sei darum bemüht, das Netz zu erhalten sowie Sicherheit und Leistungsfähigkeit möglichst zu erhöhen. Wichtig sei auch, die Bauzeit zu optimieren, so habe man sich das hohe Ziel gesetzt, an die 95 Prozent des Netzes in Österreich frei von Baustellen zu halten.

Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; ASFINAG
Redaktion: kb/Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser