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Aktiv altern – Eindrucksvolle Zwischenbilanz und neue Projektstarts

05.03.2016
LHStv.in Prettner: Generationen miteinander verbinden als Schlüssel zum Erfolg
Gestern, Freitag, stand das Konzerthaus in Klagenfurt ganz im Zeichen der Generationen als Kärntens Seniorenreferentin LHStv.in Beate Prettner in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk und der Akademie de La Tour zur Jahresveranstaltung „Aktiv Altern“ lud. Im Fokus stand das Miteinander der Generationen und neben Fachvorträgen rund ums Thema wurde auch ein neues Projekt des Landes vorgestellt, das unter dem Titel „Wohnen für Hilfe“ die Bande zwischen Jung und Alt noch enger knüpfen soll. „Ich bin stolz auf Kärnten, wenn ich derart viele engagierte, größtenteils freiwillig helfende Menschen sehe, die sich einem positiven Miteinander der Generationen verschrieben haben. Die Vielzahl an erfolgreichen Projekten, die bereits umgesetzt wurden stellt uns allen ein gutes Zeugnis aus und wird mit „Wohnen für Hilfe“ um ein weiteres Pilotprojekt ergänzt werden“, freute sich Prettner über die mehr als 450 Interessierten, die der Einladung ins Konzerthaus gefolgt waren.

Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ richtet sich gleichermaßen an SeniorInnen, die Wohnraum zur Verfügung haben, als auch an Studierende, die Wohnraum benötigen. Das Besondere an dieser Form der Wohngemeinschaft: Der Mietaufwand wird nicht ausschließlich mit Bargeld beglichen, sondern auch mit der Bereitschaft der Studierenden, kleinere Aufgaben für die SeniorInnen zu erledigen, um so ihren Alltag zu erleichtern und auch eine gewisse Bindung zueinander aufzubauen. „Sei es einkaufen, Gartenarbeit, gemeinsames Kochen oder Besuche beim Arzt – den Möglichkeiten, sich mit Gegenleistungen für den vermieteten Wohnraum erkenntlich zu zeigen sind kaum Grenzen gesetzt, pflegerische Tätigkeiten ausgenommen“, so Prettner, die auf reges Interesse bei SeniorInnen und Studierenden hofft. Begleitet werden diese generationenübergreifenden Wohngemeinschaften von einer Moderatorin, die auch die Vorauswahl und in weiterer Folge das Matching der TeilnehmerInnen organisiert. Interessierte können sich bei der Moderatorin, Frau Renate Jentschke (Tel.: 0699 12743273, Mail: renate.jentschke@aon.at), oder bei Frau Tamara Trattnig (050 536 15432, Mail: tamara.trattnig@ktn.gv.at) beim Land Kärnten melden.

Zudem wurde im Rahmen der Veranstaltung eine eindrucksvolle Bilanz bisher umgesetzter Projekte präsentiert: Über das Projekt „Mitten im Leben“ konnten bisher 85 GruppenleiterInnen ausgebildet werden, die 60 Gruppen in 46 Orten in Kärnten leiten und jährlich rund 1.200 Gruppentreffen organisieren und vier Säulen abdecken: Gedächtnis, Bewegung, Alltagsfähigkeiten, Lebensfreude und Sinnfindung. Im Mentoring Programm „Genial die Lehre meistern“ engagieren sich bereits Mentoren aus zehn Kärntner Betrieben ehrenamtlich und begleiten Jugendliche auf ihrem Weg ins Arbeitsleben. Unter dem Motto „Lebenskunst – Altern“ wird ein Pilot mit zehn „Gesunden Gemeinden“ gestartet, der die Vernetzung und das Verständnis zwischen Jung und Alt fördern soll und richtet sich beispielsweise an Altenheime, Kindergärten, Schulen oder auch Seniorenklubs.

Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete der Fachvortrag „Die Heilkraft guter Selbstfürsorge: Wie wir zu uns selbst finden können“ des renommierten Arztes und Neurowissenschaftlers der Universität Freiburg, Professor Dr. Joachim Bauer. Er ging der Frage nach, welche Bedeutung das Miteinander der Generationen und zwischenmenschliche Beziehungen auf die biologischen Abläufe und damit auf die Gesundheit unseres Körpers haben und zeigte Auswege aus einem Leben, in dem der Mensch zum Spielball der Werbung, der Konsumgesellschaft und der digitalen Medien wird.

Abgerundet wurde der Abend mit dem Beitrag von Anton Hörting vom Sozialministerium für seniorenpolitische Grundsatzarbeit und Freiwilligenarbeit der die Zukunftsorientierung der Kärntner Projekte hervorhob. Großes Lob und Anerkennung gab es von Prettner für die die Fachabteilung für Generationen, ältere Beschäftigte und Senioren, die für die gelungene Organisation der Veranstaltung und die Umsetzung der Projekte verantwortlich zeichnet.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Stirn
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner/Lobitzer