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Frauentag: „Rollenbilder – Es spielt (k)eine Rolle!“

06.03.2016
LHStv.in Prettner lud zur Frauen VIELfalt nach St. Veit an der Glan - Roswitha Bucher, Esther-Maria Fellinger und Silvia Igumnov mit der FEMME ausgezeichnet
„Rollenbilder – Es spielt (k)eine Rolle!“ – unter dieses Motto stellten Frauenreferentin, LHStv.in Beate Prettner, und Frauenbeauftragte, Michaela Slamanig, das Frauenfest im Rahmen des 105. Internationalen Frauentages das gestern, Samstag, in der Blumenhalle St. Veit zahlreiche Interessierte anlockte. „Das Fest mit dem Titel „FrauenVIELfalt“ spiegelt nach wie vor bestehende Rollenzuschreibungen aber auch ihre Fragwürdigkeit wider“, betonte Prettner im Zuge der Eröffnung. „Seitens des Frauenreferates war es uns wichtig, unsere Arbeit mit verstärkten regionalen Aspekten zu spicken. Dass wir für die „FrauenVIELfalt“ St. Veit als Schauplatz gewählt haben soll der Beginn einer verstärkten Arbeit in Kärntens Regionen sein“, so Slamanig.

„Im Jahr 2016 beschäftigen wir uns mit Rollenbildern im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, sagte Prettner. Wie vielschichtig solche zugeschriebenen Identitäten von und für Frauen sein können, veranschaulichte die Theatergruppe Alegria eindrucksvoll, indem sie die BesucherInnen in ein partizipatives Bühnenstück mit dem Titel „Unbo(h)r(g)bar oder mehr als die Kunst, eine Bohrmaschine in die Finger zu bekommen“ integrierte: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten schon beim Eingang ein Schild, das jedem und jeder eine Rolle zuwies. Rollenbilderbücher wurden aufgelegt und die „traditionelle“ Bühnenform aufgelöst, um die Mit-Gestalterinnen und Mit-Gestalter aus dem Publikum in Bewegung zu bringen und zu halten. „Nach wie vor sind es in erster Linie Frauen, von denen erwartet wird, dass sie Beruf und Familie gekonnt unter einen Hut bringen. Wir möchten zeigen, dass wir automatisch zugewiesene Rollen und Muster ändern können und auch müssen, damit irgendwann Rollenbilder für keine Kärntnerin mehr eine Rolle spielen werden“, betonte Prettner.

Oscar-like dann auch der Höhepunkt und krönende Abschluss der Veranstaltung, die Verleihung der FEMME 2015 in drei Kategorien: Für ihr „Lebenswerk“ ausgezeichnet wurde die langjährige Leiterin des Gewaltschutzzentrums Kärnten, Roswitha Bucher. „Eine Kämpferin für die Opfer von Gewalt“, würdigte Prettner deren Leistungen. „Kärntnerin des Jahres“ wurde Esther-Maria Fellinger, die im Rahmen ihres Masterstudiums an der École des Mines de Paris Stratégies Énergétiques (Energiestrategien) erforschte. Und für „Besondere Leistungen“ wurde Silvia Igumnov, die stark in der Gewerkschaftsbewegung verankert ist und sich besonders für die Vertretung von Frauen in allen Fachbereichen der AVS (Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens) einsetzt, ausgezeichnet.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Stirn
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner/ Wajand