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KULTUR

Grundlage für Landesmuseum Neu geschaffen

07.03.2016
LR Benger: Architektenwettbewerb für neues Landesmuseum abgeschlossen - Jurybeschluss für Projekt einstimmig - Grundlage für nachhaltige Lösung für Jahrzehnte am Tisch
Es bewegt sich - Der Architektenwettbewerb für die Neuausrichtung des Landesmuseums hat mit einem einstimmigen Jury-Beschluss ein erfreuliches Ende gefunden. „Damit liegt die Grundlage für ein Landesmuseum Neu am Tisch“, teilte heute, Montag Kulturlandesrat Christian Benger mit. Er bezeichnet das Landesmuseum Neu als herausragendes Projekt in Kärnten, das es in dieser speziellen Form bis dato kaum gegeben hat.

Bekanntlich hat sich die Landesregierung in einem Beschluss im Vorjahr zum Landesmuseum Neu bekannt, und die LIG beauftragt einen Architektenwettbewerb für die Neuausrichtung und räumliche Neugestaltung des Museumsgebäudes und der damit verbundenen räumlichen Konsequenzen durchzuführen.

Vergangenen Donnerstag fand die Jury-Sitzung statt. Einen ganzen Tag lang tagte die fachlich sehr breit aufgestellte Vergabejury aus Experten und Beratern aus vielen Fachbereichen. „Ich bin froh, dass ein Kärntner Architekturbüro den Zuschlag bekommen hat“, so Benger. Die Entscheidung sei einstimmig für das Architekturbüro Winkler + Ruck, Architekten aus Klagenfurt gefallen, die das in Bezug auf die gestellten Anforderungen beste Projekt eingereicht haben, erklärt der Geschäftsführer der Landesimmobiliengesellschaft, Johann Polzer. Die LIG hat den Architektenwettbewerb europaweit ausgeschrieben, 26 Interessierte haben ihre Projekte eingereicht.

Die Gesamterrichtungskosten für die Neugestaltung des Rudolfinums belaufen sich auf netto 9,9 Mio. Euro. Bekanntlich wurde das Gesamtprojekt Landesmuseum Neu von ursprünglich fast 30 Millionen Kosten im Zuge der Sparvorgaben des Landes auf letztgenannte Summe reduziert. „In diesen Zeiten muss man sich an Notwendigkeiten orientieren, nicht an Begehrlichkeiten“, so Benger.

Mit Abschluss des Architektenwettbewerbes liege nun laut Benger eine Grundlage vor, jetzt müsse die Regierung die entsprechenden Beschlüsse für die Freigabe der finanziellen Mittel fassen. Laut Zeitplan könne Ende 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Polzer: „Es handelt sich hier um ein spezielles, altehrwürdiges Gebäude, wo im Vergleich zu einem Neubau viele zusätzliche Themen zu berücksichtigen sind.“

Derzeit wartet Benger als Kulturlandesrat nach wie vor auf die Übermittlung des Rechnungshofberichtes. „Im Rahmen meiner Zuständigkeiten, wie Inhalt, Ausstellung, Direktor, werde ich dann meine Stellungnahmen in der vorgegeben Zeit abgeben“, teilte Benger mit. Zu Finanzgebarungen oder den Museums-Personal, das im Landesdienst stehe, sei er nicht befugt, Stellung zu nehmen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger