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Rabenvögel-Verordnung hat klare fachliche Begründung

08.03.2016
Jagdreferent LR Ragger verweist auf Einbindung von Naturschutz und Wildbiologen
„Alle Vögel sind schon weg, alle Vögel, alle. Amsel, Drossel, Fink und Meise“. So hätte man das bekannte Lied über die Singvögel womöglich umschreiben müssen, wenn man nicht die Schonzeit für Aaskrähe (Raben- und Nebelkrähe), Eichelhäher und Elster verkürzt hätte“. Deren Überpopulation führt zu erheblichen Verlusten beim Singvögelbestand, aber auch beim Niederwild. Krähen greifen u.a. auch Fasane und Hasen an. So begründet der Kärntner Jagdreferent LR Christian Ragger die neue Rabenvögel-Verordnung, die zuletzt für Diskussionen gesorgt hat.

Bevor es dazu kam, seien alle anderen Mittel ergriffen worden, um Krähenvögel zu vergrämen und die Schäden, welche sie auch an landwirtschaftlichen Kulturen anrichten, zu reduzieren. Jedoch ohne messbaren Erfolg. Nach jahrelangen Gesprächen und Erhebungen, im Zusammenwirken mit Wildbiologen als Vertreter des Naturschutzes, der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer Kärnten erwies es sich als unumgänglich, diese Verordnung zu erlassen.

„Sie orientiert sich im Übrigen u.a. an einer Verordnung zum steirischen Naturschutzgesetz, die 2014 von der steirischen Landesregierung beschlossen worden ist und die jährliche Abschusszahlen von 13.229 Nebelkrähen und 3.660 Rabenkrähen erlaubt. Ragger betont, dass durch die Kärntner Verordnung keinesfalls eine Bestandsgefährdung der Rabenvögel gegeben sei. Die darin genannte Abschusszahl sei ein Höchstwert, von dem auszugehen ist, dass er nicht erreicht wird.

„Kein Jäger hat Ambitionen diese Abschüsse durchführen zu wollen, vielmehr ist die Jägerschaft aufgerufen, Schäden in den Saatkulturen und bei den Singvögeln vermeiden zu helfen“, stellt Ragger klar. Er weist auch darauf hin, dass die Auswirkungen der neuen Verordnung durch Fachleute evaluiert werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/kb