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WIRTSCHAFT

Drauradweg ist Europameister

10.03.2016
LR Benger: Internationale Tourismusbörse in Berlin - ADFC lässt Drauradweg in 5-Sterne-Klasse aufsteigen - Gespräche Kärnten mit Slowenien über Anbindung des Drauradweges von Lavamünd bis Marburg

 In die höchste Klasse der Radwege ist der Kärntner Drauradweg aufgestiegen. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) hat heute, Donnerstag, durch Bundesvorstandsmitglied Raimund Jennert auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin den Drauradweg mit 5 Sternen ausgezeichnet. In ganz Europa gibt es bis dato nur 4 Radwege, die mit 5 Sternen beurteilt sind. Die Auszeichnung nahm Tourismusreferent LR Christian Benger entgegen.

„Diese Auszeichnung belegt, was Kärnten kann! Projektbetreiber, Initiatoren, Touristiker. Sie alle legen Wert auf Qualität und darauf, dass Kärntens Tourismus in Zukunft „Besonderes“ bietet“, sagte Benger. Kärnten werde sich in Zukunft nur am Markt behaupten, wenn sich das Tourismusland auf seine DNA, auf ein Alleinstellungsmerkmal, konzentriert. Kärnten verkörpere für Urlauber die höchste Konzentration südlicher Gelassenheit und das das ganze Jahr über. „Diese Neuausrichtung haben wir im Rahmen der Tourismusstrategie erarbeitet. Jetzt ziehen alle an einem Strang, um Angebote und Projekte unter diesem Aspekt zu entwickeln. Der Drauradweg wird unserem neuen Ansatz gerecht“, so Benger.

Es sei erwiesen, dass die Gäste die Natur in Kärnten erleben wollen, die Kulinarik genießen und das Land kennen lernen wollen und das in einer geselligen Art und Weise. „Rad ist eines unserer Hauptthemen und wir wollen europaweite Vorzeigeprodukte haben. Mit dieser Auszeichnung erobert unser Drauradweg Europa“, erklärte Benger.

Zumal in Kärntens Tourismushauptmarkt, in Deutschland, 4,5 Millionen jedes Jahr mindestens eine Radreise mit drei Übernachtungen tätigen. Viele von den Rad-Gästen reisen mit der Bahn an. 70 Prozent der Radurlauber konzentrieren sich auf sogenannte Strecken-Radreisen, das heißt, sie fahren von A nach B, erkunden das Land und lernen die Leute kennen. „Das sind perfekte Voraussetzungen für Radwege“, so Benger.

Die Neuausrichtung Kärntens entspreche auch den neuen Trends auf der ITB. Die Kombination von Rad, Wandern, Rad und Badeurlaub wird verstärkt nachgefragt. „Der Kombi-Wunsch der Gäste ist eine weitere Chance für Kärnten“, beurteilte der Tourismusreferent die Lage.

Im Zuge der Prämierung des Drauradweges führte Benger auch ein Gespräch mit dem Slowenischen Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek. „Wir werden den Drauradweg weiterentwickeln. Den Ausbau von Lavamünd bis Marburg haben wir uns nun gemeinsam vorgenommen“, berichtete Benger von dem Treffen. Das sind immerhin 100 Kilometer.

Klassifiziert wurde der Drauradweg auf einer Länge von 279 Kilometern von Sillian bis zur österreichisch-slowenischen Grenze bei Lavamünd. Vor allem die Verbreiterung des Radweges auf rund 65 Kilometern sowie die Entfernung von Gefahrenstellen und eine gänzlich neue Beschilderung waren für die 5- Sterne Klassifizierung ausschlaggebend.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch /Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger