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WIRTSCHAFT

LR Benger: Tourismusstrategie geht in die Umsetzung

17.03.2016
Hohe Tauern -Tourismustag: Alle stehen zur Umsetzung der Tourismusstrategie in Angeboten, Bewerbung, Produkten und Projekten - LR Benger vor Ort
In einem breit angelegten Prozess wurde 2015 die Neuausrichtung des Kärntner Tourismus erarbeitet. „Kärnten bietet derzeit seinen Gästen zu viel Durchschnitt – das ist der ernüchternde Status quo“, erinnert Tourismuslandesrat Christian Benger. Diese Situation führe zu austauschbaren Angeboten. „DAS ist die Frage der Zukunft: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, oder nicht“, so Benger.

Daher lautet die Kernaussage der neuen Tourismusstrategie: Kärnten muss EINE Nr.1-Positionierung haben und als Land mit der höchsten Konzentration an südlicher Lebensqualität in Österreich auftreten. So werde Kärnten von den Gästen aus anderen Ländern wahrgenommen, damit sei Kärnten laut Benger glaubwürdig.

Das Attribut „südlich“ steht für ein Lebensgefühl der Gelassenheit, das ganzjährig spürbar ist! „Um das zu vermitteln, müssen unsere Angebote, Produkte, Projekte und die Bewerbung der DNA-Kärntens entsprechen – sie müssen gesellig, maßvoll, überschaubar, bewahrend und fein sein“, wies Benger am Regionstag in Obervellach hin.

Jetzt sei es an der Zeit, mit der Strategie in die Umsetzung zu gehen und Kärntens Stärken hervorzuheben. „Auch dabei konzentrieren wir uns auf den Gäste-Boom und das Gästeverhalten, nämlich Land und Leute kennen lernen, erleben. Das bedeutet, Angebote zu Seen, Berg und Radfahren müssen zu europaweiten Vorzeigeprodukten werden“, hielt Benger fest. Dafür werden mit den Tourismusregionen Projektideen gesammelt und Initiativen gemeinsam weiterentwickelt.

In der Region Hohe Tauern ist die besondere Herausforderung, Südlichkeit auch am Berg erlebbar zu machen. Dabei geht es nicht darum, das „Sonne & Strand - Feeling“ einfach auf die Alm zu holen.
Vielmehr wird es darauf ankommen, eine entspannte Atmosphäre der Gelassenheit und des Genießens in authentische Angebote und Produkte zu verpacken.
Die Region Hohe Tauern versucht das u.a. durch Inszenierung und Servicierung von Wanderwegen zu erreichen, sodass dem Gast „mehr als nur Wandern“ geboten werden kann.

Das Projekt Art und Aqua - ein Kunstwanderweg -sowie das Projekt Wandergarten Oberdrauburg sind Beispiele dafür. Zusätzlich wird intensiv an Alternativprodukten zum klassischen Skifahren gearbeitet, bei denen ebenfalls Service und Komfort im Vordergrund stehen.

Um potentielle Partner zur Projektentwicklung zu motivieren, wird von Landesseite finanzielle Unterstützung angeboten. Spezielle Förderschienen für Investitionen in die Infrastruktur an Kärntens Seen sowie auf den Bergen und den Radwegen wurden entwickelt. Im Jahr 2016 werden dafür Fördermittel in der Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Benger