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LKH Villach: Neue Neonatologie und Kinderintensivstation fertig gestellt

18.03.2016
LHStv.in Prettner: Gesundheitswesen wird kontinuierlich weiterentwickelt und Qualität gesichert
Der Neubau der Neonatologie und Kinderintensivstation im LKH Villach wird Mitarbeitern, Eltern und Kindern viele Vorteile bringen. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür konnten die Räumlichkeiten heute, Freitag, besichtigt und zahlreiche interessante Workshops und Beratungen besucht werden. Bei der Bauabschluss-Feier waren auch Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, KABEG-Vorstand Arnold Gabriel und Bürgermeister Günther Albel vor Ort, um sich selbst ein Bild der neuen Räumlichkeiten zu machen und dem Team rund um Primarius Robert Birnbacher alles Gute für die zukünftige Arbeit zu wünschen.

„Am Beispiel der Villacher Neonatologie sehen wir eindrucksvoll, wie sich der Gesundheitsbereich auch im Sinne des Regionalen Strukturplans Gesundheit weiterentwickelt – Synergien werden beispielsweise durch die nun bestehende Nähe zur Geburtshilfe genutzt und sollen für die künftige Arbeit weitere Verbesserungen bringen“, so Prettner. „Dadurch, dass wir auch räumlich enger zusammengerückt sind, können wir die tägliche Arbeit miteinander vertiefen und die medizinische Spitzenbetreuung weiter ausbauen. Das kommt den werdenden Müttern aber natürlich auch den Kindern zugute“, erklärte Primarius Jörg Keckstein, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Die Räume sind größer, moderner, heller. Der Neubau der Neonatologie (Station für Frühgeborene) und Kinderintensivstation am LKH Villach wurde auf dem bestehenden Flachdach über dem Zentral-OP bei laufendem Betrieb errichtet. Baubeginn war im Sommer 2015 und durch die Nutzung vorgefertigter Leichtbauelemente konnten nicht nur die Beeinträchtigungen durch die Baustelle gering, sondern auch der Zeitplan perfekt eingehalten werden. Vom gesamten Auftragsvolumen ergingen ca. 90 Prozent der Aufträge an Kärntner Unternehmen, rund 25 Prozent aus dem Raum Villach. Nach Abschluss der Behördenverfahren und der sanitätsbehördlichen Betriebsbewilligung wird die Besiedelung der neuen Station erfolgen. „Wir können unseren kleinen Patienten künftig eine topmoderne Ausstattung und eine noch kindgerechtere Betreuung bieten“, freute sich Primarius Robert Birnbacher, Vorstand der Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Villach.

Darüber hinaus kooperiert das LKH Villach gemäß dem geltenden Regionalen Strukturplan Kärnten (RSG) als geburtshilflicher Schwerpunktversorger mit dem Klinikum Klagenfurt, das die geburtshilfliche Maximal-Versorgung (Perinatal-Zentrum) vorhält. Diese Kooperation ist insbesondere bei zu erwartenden Frühgeburten mit hochgradiger Unreife, Drillings- bzw. Vielfachschwangerschaften oder bei Müttern mit schwerer Grunderkrankung von Relevanz. Der Neubau der Neonatologie und Kinderintensivstation ist Teil des Großprojektes „Neustrukturierung Baustufe I“ am LKH Villach. Das 34 Jahre alte Gebäude „Baustufe I“ wird von Grund auf saniert sowie im Westen um einen Neubau erweitert. Die Arbeiten werden bis 2020 andauern und befinden sich im Zeitplan. Insgesamt werden in den nächsten Jahren rund 60 Millionen Euro (plus Valorisierung) investiert.

Die weiteren Schritte: Errichtung der „Endoskopie“ als Umbau im 1. OG der Baustufe II (Objekt 19) in der 2. Jahreshälfte 2016; Errichtung eines Neubaus westlich des Bestandsgebäudes „Baustufe I“ (über der Tiefgarage) und Besiedelung durch die Abteilungen Psychiatrie, Kinder- und Jugendheilkunde und Teile der Inneren Medizin; Sanierung des Gebäudes Baustufe 1 mit Anbindung an den Neubau.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner