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Kinder- und Jugendimpfungen: Neues elektronisches Impfsystem steigert Effizienz und senkt Kosten

19.03.2016
LHStv.in Prettner: Smartcards im Scheckkartenformat bringen einfachere Handhabung bei gleichbleibender Lösung

„Impfungen im Kindes- und Jugendalter, die seit 1998 von der öffentlichen Hand finanziert werden, können künftig in Kärnten effizienter und kostengünstiger organisiert und durchgeführt werden“, gab Gesundheitsreferentin, LHStv.in Beate Prettner heute, Samstag, bekannt. Die Gesundheitsreferentin bringt in der kommenden Regierungssitzung einen diesbezüglichen Akt auf Umstellung des Impfsystems von Gutscheinheften auf digitale Smartcards im Scheckkartenformat zur Beschlussfassung ein. „Die neuen Karten, die als Berechtigungsnachweis für den Bezug von Impfstoffen in den Kärntner Apotheken dienen, verringern bei gleichbleibenden Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger den administrativen Aufwand deutlich“, fügte Prettner hinzu. Die Datensoftware dafür wurde in Kärnten hergestellt.

„In der Impfdatenbank des Landes Kärnten wird für jedes Kind ein digitales Impfkonto erstellt, das alle vorgesehenen Impfungen abbildet“, erläuterte Prettner. „Die ÄrztInnen tragen Impfungen selbstständig in dieses Impfkonto ein und liefern damit das Datenmaterial, auf dessen Grundlage alle weiteren Prozesse wie Verrechnung und Inventarhaltung automatisiert erfolgen.“ Gegenüber der bestehenden Variante mit Impfgutscheinheft ergeben sich durch das neue System erhebliche Vorteile hinsichtlich der Kosten und Administration sowie im Servicebereich. „Durch die Umstellung können wir bei gleich bleibenden Geburtenzahlen bei den Kinder- und Jugendimpfungen jährlich um 13.500 Euro günstiger wirtschaften und reduzieren anfallende Druckkosten auf jährlich ca. 4.000 Euro“, hob Prettner den sich ergebenden Mehrwert hervor.

Zudem werde durch das neue System der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert. „Als weiteren Vorteil können wir zukünftige Änderungen, die innerhalb des Impfkonzeptes anfallen kurzfristig und kostenneutral implementieren – das neue System ist also sowohl für die BürgerInnen, als auch für die ÄrztInnen einfacher zu handhaben und kundenfreundlicher“, so Prettner. Zudem ermöglicht das neue Scheckkartensystem den Medizinern einen vollständigen Überblick über den Impfstatus ihrer PatientInnen auf Knopfdruck. „Neben der Effizienzsteigerung und der Kostenersparnis erhoffe ich mir durch das vereinfachte System natürlich auch einen Anstieg der Durchimpfungsrate . Denn Impfschutz ist Selbstschutz und sollte jedenfalls in Anspruch genommen werden“, betonte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHSTv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger