News

POLITIK

Regierungssitzung 4 – Naturschutz-Monitoring überprüft und dokumentiert Kärntner Artenvielfalt

22.03.2016
LR Holub: Projekt läuft von März 2016 bis November 2019 und verschafft genauen Überblick über seltene Arten – Information über aktuellen Stand bei Verordnungen
Mit dem Beschluss der Landesregierung heute, Dienstag, setzt das Land Kärnten in den nächsten drei Jahren ein bedeutendes Naturschutz-Monitoring von Lebensraumtypen und „seltenen Arten gemeinschaftlicher Bedeutung“ um. Basis des Monitoring-Projekts ist die FFH-Richtlinie der Europäischen Union: „38 unterschiedliche, seltene Tierarten – von Amphibien über Fledermäuse bis hin zu Schmetterlingen und Nagetieren – werden im Rahmen des Projekts untersucht. Es wird sowohl das genaue Verbreitungsgebiet in Kärnten kartografiert als auch ihr Bestand erhoben“, erklärte Umweltreferent LR Rolf Holub beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Ziel der FFH-Richtlinie sei es, die Artenvielfalt durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen sicherzustellen.

Die gewonnenen Daten über die seltenen Arten würden mittels einer Datenbank gesichert und zum Abschluss des Projekts von den neun österreichischen Bundesländern an die Europäische Union übermittelt. Dies werde durch die FFH-Richtlinie gefordert: „Das Umweltbundesamt fungiert dabei als Koordinationsstelle und führt die Ergebnisse aus den Bundesländer zusammen. Damit ergibt sich ein vollständiges Bild über den Bestand und das Verbreitungsgebiet seltener Tierarten in Österreich“, informierte Holub.

Kärnten sei reich an seltenen Tier- und Pflanzenarten. Umso wichtiger sei es, den aktuellen Bestand nicht nur zur zu kennen, sondern mittels Schutzgebieten auch zu erhalten: „Naturschutz ist für Kärnten ein wesentlicher Zukunftsfaktor. Es braucht ein Gesamtbewusstsein für den Naturschutz, denn die Natur ist in Kärnten etwas Besonderes und hat einen unschätzbaren Wert. Wir müssen unsere Natur erhalten, denn je mehr Natur zerstört wird desto weniger Zukunft haben wir“, so der Umweltreferent.

Holub informierte im Rahmen des Pressefoyers auch über zwei Verordnungen, die unmittelbar mit dem Thema Naturschutz zusammenhängen: So sei die Begutachtung der Windkraftstandorträume-Verordnung gerade zu Ende gegangen: „Die einzelnen Stellungnahmen werden im nächsten Schritt evaluiert. Windkraft ist in Kärnten nur in Bergregionen möglich, die gerade den Naturschutz betreffend sehr sensibel sind. Die Stellungnahmen werden jetzt diskutiert und nach Möglichkeit in die Verordnung eingearbeitet“, so Holub. Die Schifffahrts-Verordnung, die unter anderem die Vergabe von Bootlizenzen regelt, befinde sich derzeit gerade in Begutachtung: „Wir wollen ein faires und transparentes System für die Vergabe von Lizenzen. Jeder soll die Möglichkeit haben eine Lizenz zu bekommen. Die Alternative zu unserem Verordnungsvorschlag ist die Regelung, dass über die Sommermonate keine privaten Motorboote auf den Seen verkehren dürfen. Einige österreichische Bundesländer haben dies per Verordnung so geregelt“, sagte der Umweltreferent.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Sternig