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WIRTSCHAFT

Ostern ist das Fest der Regionalität

23.03.2016
LR Benger: Verwendung regionaler Lebensmittel stärkt heimische Wirtschaft - Selbstversorgungsgrad bei Eiern in Kärnten liegt bei 91 Prozent - Bestbieterprinzip für Lebensmittelbeschaffung nun gesetzlich verankert
„Ostern ist ein Fest, bei welchem heimisches Brauchtum gelebt wird. Daher hat auch die Verwendung regionaler Lebensmittel Priorität. Wer heimische Produkte kauft, hält den Wirtschaftskreislauf in Schwung“, sagte heute, Mittwoch, Agrarreferent LR Christian Benger. Einmal mehr bekräftigt Benger sein Motto „Regional ist genial“. „Beim Einkaufen entscheiden wir, ob unser Geld in Massenproduktionen ins Ausland abfließt, oder in Kärnten bleibt und hier für Umsätze, Investitionen, Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wertschöpfung sorgt. Wir selbst können also unsere Heimat stärken“, verwies Benger auf den Wirtschaftskreislauf.

Als Beispiel führt der Agrarlandesrat die heimische Eierproduktion an. „Kärnten hat bei Eiern eine Selbstversorgungsrate von 91 Prozent (Stand Jänner 2016). Das ist 6 Prozent über dem Österreich-Schnitt“, berichtete Benger. 119 Legehennen-Betriebe gibt es in Kärnten mit über 443.000 Legehennen. Das sind um über 56.300 mehr als im Jahr 2014 (+15 Prozent).

37 Betriebe sind als Bio-Freiland-Betriebe (23 Prozent der gesamten Eierproduktion) registriert mit über 102.000 Legehennen. Weitere 37 Betriebe halten ihre über 68.000 Hennen im Freiland (16 Prozent) und in 45 Betrieben erfolgt die Eier-Produktion in Bodenhaltung (61 Prozent) mit über 271.000 Hennen. Kärnten liegt mit der Anzahl der Betriebe und der Legehennen im Mittelfeld Österreichs.

Aber nicht nur der Konsument kann jeden Tag entscheiden, ob das Geld in Kärnten bleibt. Die 101 Kärntner Genuss Wirte haben sich beispielsweise verpflichtet, ausschließlich Kärntner Eier zu verwenden. Aber auch die öffentliche Hand kann einen wesentlichen Beitrag leisten. „Öffentliche Institutionen, deren Betrieb mit Steuergeld aufrecht erhalten wird, müssen ihren Beitrag leisten, wenn sie Lebensmittel benötigen und müssen diese in Kärnten kaufen“, ist Benger überzeugt. Gemeint seien Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Pflegeheime, auch für Veranstaltungen aller Art sollte diese Devise gelten.

Beschlossen wurde kürzlich auch ein neues Bundesvergabegesetz, das für die Lebensmittelbeschaffung das Bestbieterprinzip vorsieht. Nicht mehr das Billigste ist entscheidend für den Lebensmitteleinkauf von öffentlichen Institutionen. Betroffen sind Fleisch, Schlachtnebenerzeugnisse, Kuhmilch, Butter, Eier, Gemüse und Obst. „Es gibt also keine Ausrede mehr, unser Steuergeld kann im Land bleiben, wenn wir selbst dafür sorgen“, so Benger.

Die EU-Vergaberichtlinie von Februar 2014 macht das Bestbieterprinzip möglich, so dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge für die Gesellschaft relevante Erfordernisse berücksichtig werden, wie für Lebensmittel beispielsweise Gentechnikfreiheit, kurze Transportwege, AMA-Gütesiegel und mehr.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger