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LR Benger: Tourismusstrategie geht in die Umsetzung

Rückfragehinweis: Büro LR Benger <BR>Redaktion: Robitsch/Stirn <BR>Fotohinweis: Büro LR Benger 23.03.2016
Mittelkärnten -Tourismustag: Alle stehen zur Umsetzung der Tourismusstrategie in Angeboten, Bewerbung, Produkten und Projekten
In einem breit angelegten Prozess wurde 2015 die Neuausrichtung des Kärntner Tourismus erarbeitet. „Kärnten bietet derzeit seinen Gästen zu viel Durchschnitt – das ist der ernüchternde Status quo“, erinnert Tourismuslandesrat Christian Benger. Diese Situation führe zu austauschbaren Angeboten. „DAS ist die Frage der Zukunft: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, oder nicht“, so Benger.

Daher lautet die Kernaussage der neuen Tourismusstrategie: Kärnten muss eine Nr.1-Positionierung haben und als Land mit der höchsten Konzentration an südlicher Lebensqualität in Österreich auftreten. So werde Kärnten von den Gästen aus anderen Ländern wahrgenommen, damit sei Kärnten laut Benger glaubwürdig.

Das Attribut „südlich“ steht für ein Lebensgefühl der Gelassenheit, das ganzjährig spürbar ist. „Um das zu vermitteln, müssen unsere Angebote, Produkte, Projekte und die Bewerbung der DNA Kärntens entsprechen – sie müssen gesellig, maßvoll, überschaubar, bewahrend und fein sein“, weist Benger am Regionstag in Mittelkärnten, in St. Georgen am Längsee, vorige Woche hin.

Jetzt sei es an der Zeit, mit der Strategie in die Umsetzung zu gehen und Kärntens Stärken zu stärken. „Auch dabei konzentrieren wir uns auf den Gäste-Boom und das Gästeverhalten, nämlich Land und Leute kennen lernen, erleben. Das bedeutet, Angebote zu Seen, Berg und Radfahren müssen zu europaweiten Vorzeigeprodukten werden“, hält Benger fest. Dafür werden mit den Tourismusregionen Projektideen gesammelt und Initiativen gemeinsam weiterentwickelt.

Zum Beispiel wird sich in der Region Mittelkärnten der Längsee an der Kärntner Strandbadoffensive beteiligen – ein Business-Beach Projekt sowie Erneuerungen der Infrastruktur im Sinne der Tourismusstrategie sind in Planung. Zusätzlich wird in der Region auch an dem Projekt Slow Trails gearbeitet - leichte Relax-Wanderwege von zwei bis drei Stunden, bei denen nicht die sportliche Anstrengung, sondern das Genießen eindrucksvoller Panoramen und kulturlandschaftlicher Besonderheiten im Vordergrund steht. Das Kulinarik-Thema ist eine besondere Stärke der Region, deshalb wird auch hier intensiv an der Entwicklung von Schwerpunkt-Angeboten, vor allem in der Herbstsaison, gearbeitet.

Um potentielle Partner zur Projektentwicklung zu motivieren, wird von Landesseite finanzielle Unterstützung angeboten. Spezielle Förderschienen für Investitionen in die Infrastruktur an Kärntens Seen sowie auf den Bergen und den Radwegen wurden entwickelt. Im Jahr 2016 werden dafür Fördermittel in der Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.