News

POLITIK

EU finanziert Beschäftigungsprojekt des Caritasverbandes

25.03.2016
LHStv.in Schaunig: 50 Arbeitsplätze im Lebensmittelhandel für Menschen mit Beeinträchtigung – Europäischer Sozialfonds unterstützt insgesamt sieben Projekte in Kärnten
Von der Kärntner Landesregierung wurde kürzlich der Abschluss von Förderverträgen im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) beschlossen. Insgesamt sieben Initiativen für Menschen mit Beeinträchtigung wurden dafür nominiert. Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig stellt wiederum eines davon vor, es hat Beschäftigungsmöglichkeiten im Handel als Schwerpunkt. Der Kärntner Caritasverband wird das Programm in Kooperation mit einem sozialökonomischen Betrieb (SÖB) umsetzen. Ein SÖB ist ein unter anderem vom Arbeitsmarktservice (AMS) gefördertes soziales Integrationsunternehmen, das zeitlich befristete Arbeitsplätze für arbeitsmarktferne Menschen zur Verfügung stellt. Diese sogenannten Transitarbeitsplätze sind für Menschen gedacht, die aus verschiedensten Gründen schon lange arbeitslos sind. Ihnen soll geholfen werden, wieder eine ungeförderte Beschäftigung zu finden.

Zu den sogenannten SÖBs zählt nun auch ein neuer Spar Markt in Villach. Er bietet den Teilnehmenden eine Chance im Bereich Feinkost, Sortiment, Kasse und Regalbetreuung. „In Kärnten gab es bisher kein vergleichbares Projekt“, hebt Schaunig hervor. Aufbauend auf dieses Pilotprojekt sollen weitere ähnliche Projekte österreichweit umgesetzt werden. Gedacht ist dieses Programm für Menschen mit Benachteiligungen, Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Weiters für Bezieher der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, Langzeitarbeitslose über 50 Jahre und gering qualifizierte Personen mit Migrationshintergrund. Angestrebt wird eine 50-prozentige Teilnehmerquote für Frauen.

„Den Menschen werden ein geregeltes Arbeitsleben, ein eigenes Einkommen und Wertschätzung geboten“, betont Schaunig. Die Beschäftigung im Spar Markt ist für ein Jahr befristet. Unterstützt werden die Teilnehmenden durch eine intensive sozialpädagogische Betreuung. Die Gesamtlaufzeit ist bis 31. 12. 2020 geplant. Für die erste Projektstufe werden vom Land 71.748 Euro und vom europäischen Sozialfonds 306.772 Euro zur Verfügung gestellt. „Ich danke dem Projektträger, der in die Vorbereitung und Umsetzung seines Programmes viel Arbeit und Engagement investiert hat“, so Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Böhm