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Über 600 Jugendliche für den Gartenbau ausgebildet

25.03.2016
LR Benger: Thema Garten boomt – Fachschule Ehrental bietet Jugendlichen umfassende Ausbildung – Bedarf an Fachpersonal steigt

Frühlingszeit, Gartenzeit – Kärntens Gartenbaubetriebe starten in die Hochsaison. „Die Gartenbaubetriebe unterstützen den Regionalitätsgedanken. Nicht nur beim Essen will man wissen, woher es kommt. Auch im Garten wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass heimische Pflanzen in die Erde kommen“, meinte heute, Freitag, Landesrat Christian Benger, der als Agrarlandesrat auch für die Kärntner Gärtner zuständig ist. Diese sind eine freiwillige Berufsvereinigung mit rund 100 Mitgliedern der führenden Gartenbaubetriebe.

Und die Gärtner bestätigen: Die Arbeit mit der Natur und mit Pflanzen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Freude, Pflanzen heranzuziehen, sie wachsen zu sehen und dann auch noch zu ernten, boomt. „Um diesem Boom, selbst etwas herzustellen, gerecht zu werden, brauchen unsere Fachbetriebe entsprechendes Personal“, betonte Benger. Und es sind auch viele junge Menschen, die den Beruf des Gartenfacharbeiters ergreifen. In der Gartenbaufachschule in Ehrental bei Klagenfurt werden sie sehr umfassend ausgebildet und erhalten das notwendige Rüstzeug für den Beruf. Vierjährig unterrichtet wird Gartenbau in der Landwirtschaftlichen Fachschule Ehrental, zudem gibt es in Ehrental eine dreijährige duale Ausbildung in der Landwirtschaftlichen Landesberufsschule Gartenbau.

Schulleiter Matthias Tschinkel erklärt: „In der Gartenbauschulausbildung steht nicht nur die fachliche Wissensvermittlung mit verschiedenen Projekten, diversen Exkursionen und Lehrausgängen im Mittelpunkt. Auch die Sozialkompetenz nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Damit sind der Umgang miteinander, die Zuverlässigkeit, die Rücksichtnahme und der Respekt jedes Einzelnen gemeint, was in allen Betrieben neben dem Fachwissen das Rezept für den Betriebserfolg ist.“

Voraussetzungen für den Gärtnerberuf sind laut Tschinkel die Freude am Umgang mit der Natur, handwerkliches Geschick, technisches und kaufmännisches Verständnis und Sinn für Farben und Formen. Der praktische Unterricht findet in modernen Lehrwerkstätten, Gewächshäusern, Folientunnel und auf den Freilandflächen statt. Der Unterricht wird durch Projekte mit der Wirtschaft ergänzt. Somit werden die Schülerinnen und Schüler auf eine selbstständige, gärtnerische Berufstätigkeit in der Produktion und im Verkauf vorbereitet. Der Schule ist ein Schülerwohnheim angeschlossen.

Die Zukunftsaussichten der Absolventeninnen und Absolventen sind: Berufsmöglichkeit als Fachkraft in Gartenbaubetrieben, Baumschulen, Landschaftsgestaltungsunternehmen, Blumenhandel und Floristikbetrieben, Gemeinden, u.v.a.; Weiterbildung zum/zur Gärtnermeister/in; Berufsreifeprüfung – Studium. Anmelden kann man sich unter www.gartenbau.ksn.at. Die nächsten Präsentationen der Gartenbauschule finden auf der Freizeitmesse Klagenfurt (08.04.-10.04.2016) in der Messehalle 4 statt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: LFS Ehrental