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Bildung: Ergebnisse des Bifie-Tests stellen Kärnten gutes Zeugnis aus

31.03.2016
LH Kaiser, LSR-Präsident Altersberger: Qualität im Kärntner Bildungswesen nimmt kontinuierlich zu - Eingeleitete Verbesserungen in Elementarpädagogik und Aktionen wie „Kärntner Lesepass“ und „Abenteuer Lesen“ tragen Früchte

Ein gutes Zeugnis für Kärnten bescheren die heute, Donnerstag, veröffentlichten Ergebnisse des jüngsten Tests der Bildungsstandards durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung (Bifie). Dabei wurden 2015 in allen 4. Klassen aller österreichischen Volksschulen die Kenntnisse im Unterrichtsfach Deutsch – Lesen und Schreiben Tests durchgeführt. In Kärnten nahmen 4785 Kinder in 230 Schulen teil. Sie landen im Bundesländervergleich in allen wesentlichen Kompetenzstufen, wie Lesen, Rechtschreibung, Sprachverständnis, mitunter im oberen Mittelfeld. Auffällig: mit zehn Prozent hat Kärnten den geringsten Anteil an Viertklässlern mit Migrationshintergrund und mit 90 Prozent den höchsten Anteil an Kindern mit Deutsch als Erstsprache.

„Wir sind noch nicht dort, wo wir hin wollen, nämlich ganz nach vorne, und es gibt noch sehr viel zu tun, aber das Ergebnis gibt Grund zur Freude und ist zugleich Motivation noch weiter, noch intensiver in die pädagogische Qualitätsverbesserung zu investieren, damit unsere Schulen, Kinder und Lehrer in Zukunft noch besser abschneiden und unser Bundesland als Bildungsland noch attraktiver wird“, fasste Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der in der Bildungsqualität einen wichtigen Standortfaktor für Kärnten sieht, das Ergebniszusammen. Immerhin sei im Vergleich zu vergangenen Bildungstests ein unübersehbarer Aufwärtstrend sichtbar.

Das rühre laut Kaiser sowohl durch Verbesserungen im Elementarunterricht als auch durch die stetige Zunahme der von den Lehrerinnen und Lehrern vermittelten pädagogischen Qualität her. „Ihnen, den Lehrerinnen und Lehrern gebührt an dieser Stelle Dank und Anerkennung“, so Kaiser. Der Bildungsreferent wies zudem auf eingeleitete Initiativen und Aktionen wie den „Kärntner Lesepass“ für alle Volksschüler und das „Abenteuer Lesen“ hin.

Eine Bestätigung der „pädagogischen Aufholjagd“ für Kärnten sieht auch Kärntens Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger: „Die Richtung stimmt. Und mit den Ergebnissen, die jedem Deutschlehrer der vierten Volksschulklassen auch vorliegen, beginnt die eigentliche Arbeit. Sie sind das Fundament für weitere Verbesserungen. Deswegen sind die Bifie-Tests auch so wichtig“, so Altersberger. Die Bifie-Tests umfassen sämtliche Schülerinnen und Schüler einer Schulstufe während beispielsweise Pisa-Tests nur zufällig ausgewählte Testgruppen einbeziehen.

Die Verbesserungen im Elementarunterricht ergeben sich laut Altersberger unter anderem durch die seit einiger Zeit angewendete Methodenvielfalt, die den Frontalunterricht abgelöst hat, ebenso wie durch individuelle Bildungsgruppen, mobile Betreuungslehrer, Bezirksentwicklungspläne, Schwerpunktsetzungen und eine enge, abgestimmte Kommunikation.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Landesschulrat für Kärnten
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger