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Kultur muss wachsen

01.04.2016
Freie Kulturinitiativen im Landhaushof – LH Kaiser und LR Benger gratulieren zum vielfältigen Engagement
Rund 80 freie Kulturinitiativen tragen wesentlich zur Vielfalt der Kärntner Kulturlandschaft bei. Sie sind "Biotope der Kultur", die sich vom "Jahr der freien Kulturinitiativen", das 2016 seitens des Landes ausgerufen wurde, auch eine Aufwertung erwarten.
Landeshauptmann Peter Kaiser und Kulturlandesrat Christian Benger fanden sich heute zur formellen Eröffnung im Landhaushof in Klagenfurt ein und hießen die Vertreter der Kulturinitiativen willkommen. Sie zeigten sich von den szenischen Aktionen und Installationen beeindruckt.

Michael Erian, Stefan Gfrerrer, Richard Klammer, Emil Kristof und Primus Sitter boten Musik. Veranstalter der zweitägigen Kulturveranstaltungsserie ist die ig kikk/ Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroska, unterstützt wird sie vom Land sowie von der Stadt Klagenfurt. Wie die Organisatoren Gerhard Pilgram und Angelika Hödl sagten, sei man erstmals in dieser Größe und auf so einem zentralen Platz sichtbar. Die freien Kulturinitiativen seien zusammengenommen der größte kulturelle Player im Land.

Der Landeshauptmann sagte, dass es keinen repräsentativeren Raum als den Landhaushof gebe. Er erinnerte an einen Gärtner namens Kaiser, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts hier mit großer Umsicht einen Garten gepflegt habe. Die heutigen Installationen und Aktionen würden auch Ansätze zu "Treibhäusern" und "Biotope der Kultur" bilden.

Wichtig sei es, die Hoffnung auf Besserung nie aufzugeben und auf die eigenen Stärken zu vertrauen. Insgesamt sollte von allen der Kultur mehr Augenmerk geschenkt und sie mehr unterstützt werden, so Kaiser. Er wünsche sich, dass das Jahr der freien Kulturinitiativen erfolgreich sei, dass Kultur weiterhin als gesellschaftlicher Reibebaum fungiere und dennoch gemeinsam eine Weiterentwicklung zwischen Kultur und Politik erfolgen könne. Die freien Kulturinitiativen würden die Vielfalt widerspiegeln, daher dürfe man trotz Problemen nicht die Kraft verlieren, appellierte Kaiser.

Kulturlandesrat Benger sprach von den freien Kulturinitiativen als den kulturellen Nahversorgern im ganzen Land, die zum Diskurs einladen. Er dankte ihnen für ihr Engagement und für ihre auch mitunter unbequeme Haltung und Querköpfigkeit. Man sei sich schnell einig darin geworden, dieses Jahr zum Jahr der freien Kulturinitiativen zu machen, so Benger. Diese Schwerpunktsetzung sei wichtig, weil damit der Fokus auf bestimmte Themen gelegt und diese besser erlebbar gemacht würden. Das Budget sei gleich geblieben, sagte der Landesrat, in Summe brauche es mehr, da schon seit längerem viel eingespart werde. Die Mittel müssten jedenfalls bei den Kulturschaffenden und beim Nachwuchs ankommen, so Benger. "Lassen wir die Kultur wachsen", betonten Kaiser und Benger. Unter den vielen Gästen befanden sich auch LHStv.in Gaby Schaunig, Landtagspräsident Reinhart Rohr und Klagenfurts Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz.

Anliegen des Symposions „Kultur muss wachsen“ im Landhaus ist die kritische Auseinandersetzung mit den Bedingungen freier Kulturarbeit und ihren zukünftigen Herausforderungen. Dybei kommen Mitarbeiter und Expertinnen und Experten zu Wort. Das künstlerische Rahmenprogramm ― dargeboten im Landhaushof sowie in einem transparenten „Treibhaus“ im Wappensaal ― vermittelt zugleich einen Eindruck von der Kreativität und Widerständigkeit der freien Szene. Viele Kulturinitiativen sind als Vereine organisiert, sofern sie nicht von vernetzt tätigen Einzelpersonen oder losen Gruppierungen getragen werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/ Büro LR Benger
Redaktion: Kb
Fotohinweis: LPD/Eggenberger