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Rechtswissenschafter Univ. Prof. Dr. Robert Rebhahn erhielt das „Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten“

02.04.2016
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig gratulierten Prof. Rebhahn und dankten für verdienstvolles Wirken für die Universität und für Kärnten
Seit 30 Jahren gibt es Rechtswissenschaften an der niversität Klagenfurt. Aus diesem Anlass luden die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und das Institut für Rechtswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt am Freitag zum Festsymposium und Empfang ein. Das Symposium widmete sich in umfassender Weise der Thematik der GmbH. Im Mittelpunkt des Empfangs am Abend stand die Ehrung von Rechtswissenschafter Univ.Prof. Dr. Robert Rebhahn.

Rebhahn hatte mit dem Aufbau des Institutes für Rechtswissenschaften an der Alpen-Adria-Universität begonnen und an der Weiterentwicklung der Rechtswissenschaft an der Uni Klagenfurt – auch während seiner Tätigkeiten an den Universitäten in Berlin und Wien - intensiv mitgewirkt. Inzwischen ist er seit 30 Jahren mit dem Institut und der Uni verbunden und ist auch Vorsitzender des Universitätsrates.

Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig überreichten dem verdienstvollen Rechtswissenschafter das "Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten". Wie der Landeshauptmann sagte, erfolgten solche Ehrungen normalerweise im Spiegelssaal der Landesregierung, diesmal aber bewusst im Stiftungssaal der Universität. Rebhahn habe enorm viel für die Universität und für Kärnten geleistet. Als Stifter und Wegbegleiter habe er Kärnten und die Uni verteidigt, als es Wünsche nach Redimensionierung der Uni gab, so Kaiser. Rebhahn habe sehr viel zur positiven Entwicklung der Uni beigetragen, denn anfangs musste sie erst ein Teil der Kärntner Identität werden. Rebhahn habe mit Leidenschaft und immer in Verbindung mit Kärnten gearbeitet, dankte der Landeshauptmann für das große Engagement und lud dann auch alle anwesenden Juristen ein, ihr juristisches Wissen im Interesse Kärntens bzw. im gemeinsamen Abwehrkampf gegen internationale Finanzinteressen einzusetzen. Die hohe Ehrung von Rebhahn erfolgte aufgrund eines einstimmig gefassten Regierungsbeschlusses.

Ehrende und wertschätzende Worte für Professor Rebhahn gab es auch von Uni-Rektor Univ.Prof.Oliver Vitouch und dem Institutsvorstand der Rechtswissenschaften, Univ.Prof. Johannes Heinrich. Beide hoben das breite Spektrum der wissenschaftlichen Tätigkeit und die Fülle an Publikationen von Rebhahn hervor. Die Laudatio auf Rebhahn hielt sein Freund und Weggefährte Univ.Prof. Michael Potacs (WU Wien). Potacs wies auf die rege Forschungs- und Publikationstätigkeit in sehr verschiedenen Rechtsgebieten hin. Auch er wies auf dessen große Verbundenheit mit Kärnten hin und auch Berufungen an andere Universitäten hatte der Geehrte abgelehnt.

Rebhahn zeigte sich von der Ehrung des Landes überwältigt. Er dankte für die allgemein gute Aufnahme in Kärnten und brachte seine große Wertschätzung gegenüber Kärnten sowie den Kärntnerinnen und Kärntnern gegenüber zum Ausdruck.

Rebhahn wurde im Jahre 1986 als Professor an die Universität Klagenfurt berufen. Er war der erste habilitierte Rechtswissenschaftler, der an dieser Universität tätig war. Gerade in einem Bundesland wie Kärnten, das keine eigene rechtswissenschaftliche Fakultät aufweist, war die Tätigkeit von Prof. Rebhahn besonders wichtig. Die in der Praxis tätigen Juristinnen und Juristen hatten erstmals einen Ansprechpartner auf wissenschaftlicher Ebene im eigenen Bundesland. Diese Funktion als Ansprechpartner hat Prof. Rebhahn äußerst intensiv wahrgenommen. Die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Praxis führte zu einer Vielzahl von Veranstaltungen.

Rebhahn hat zum Beispiel zum 25-jährigen Bestand der Universität ein Symposium zum Kärntner Landesrecht veranstaltet. Die Beiträge dieses Symposiums wurden im renommiertesten österreichischen Verlag, dem MANZ-Verlag, als Beiträge zum Kärntner Landesrecht publiziert und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Publikationen zum Kärntner Landesrecht wurden in weiterer Folge fortgesetzt.

Der Rechtswissenschafter war auch bei der Ausbildung wissenschaftlicher Mitarbeiter hervorragend tätig. Erstmals bestand die Möglichkeit, dass Kärntnerinnen und Kärntner in ihrem Heimatland an ihrer Universität wissenschaftlich tätig sein konnten. Viele seiner Assistentinnen und Assistenten sind nicht nur in den Verwaltungsdienst, aber auch sonst in die Praxis in Kärnten übergetreten.

Am Empfang für Professor Rebhahn nahmen weiters teil: Landesamtsdirektor Dieter Platzer, der Präsident des Landesgerichtes, Bernd Lutschounig, der Präsident der Rechtsanwaltkammer Gernot Murko, der Präsident des UVS, Armin Ragossnig, der Präsident der Notariatskammer Erfried Bäck, Uni-Senatsvorsitzender Norbert Frei, der stv. Institutsvorstand Rechtswissenschafter Christoph Kietaibl, der frühere Universitätsprofessor Dietrich Kropfberger u.v.m.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotos: LPD/fritzpress