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Bei E-Mobilität: Fachberufsschule Wolfsberg führend

03.04.2016
„Ihr macht Pionierarbeit!“: LH Kaiser gratuliert neuen Elektrofachkräften für E-Autos und dankt Schule und Betrieben für zukunftsorientierte Ausbildung
Die Fachberufsschule (FBS) Wolfsberg leistet Pionierarbeit. Am Samstag wurden Elektrofachkräfte für E-Autos, genauer gesagt, an zehn Absolventen des 1. Lehrganges „Hochvoltausbildung zur Elektrofachkraft für E-Autos“ Zertifikate im Schloss Wolfsberg überreicht. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gratulierte den Absolventen und dankte ihnen, der FBS sowie den Kfz-Betrieben für ihre Pionierarbeit. „Was ihr leistet, ist bewundernswert“, betonte Kaiser.

Diese Zusatzausbildung hat die FBS Wolfsberg freiwillig und in völliger Eigeninitiative gemeinsam mit den Betrieben durchgeführt. „Ihr seid Pioniere und setzt damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft“, lobte Kaiser die Eigeninitiative. Er sowie die Fachlehrer und Betriebsinhaber waren sich einig, dass die Elektromobilität im Kommen sei. Er erinnerte an den Hype, den soeben die Präsentation des neuen E-Modells von E-Pionier Tesla in den USA ausgelöst hat.

Der Landeshauptmann sagte, dass mit der E-Mobilität auch zum Umwelt- und Klimaschutz beigetragen und dass Innovation für die Wirtschaft und für den Standort Kärnten immer wichtiger werde. Dabei spiele die Südachse Steiermark-Kärnten und weitergehend in den Alpen-Adria-Raum eine große Rolle. Er erwähnte die Kooperation mit dem Joanneum Research und die Entwicklung neuer Technologien. Hochqualifizierte Fachkräfte, innovative Köpfe seien für die positive Weiterentwicklung des Landes unverzichtbar, entsprechend wichtig seien nachhaltige Förderungen und Partnerschaften.

„Die FBS Wolfsberg ist nicht nur bei großen Wettbewerben stets führend oder unter den Top drei, sondern setzt auch mit der Hochvoltausbildung im Einklang mit den Betrieben neue Maßstäbe“, so Kaiser zum Schulstandort. Er dankte den lernfreudigen Absolventen, der Schule mit Direktor Norbert Aichholzer und seinem Team, darunter Siegfried Weinberger, sowie allen teilnehmenden Kfz-Betriebsinhabern und Ausbildnern.

Es ist eine freiwillige Zusatzqualifizierung, die die Lehrlinge im theoretischen und praktischen Unterricht seitens der KFZ-Fachlehrer erwerben, um den richtigen Umgang mit Elektrofahrzeugen in der Werkstätte zu erlernen. Die mit der Elektromobilität einhergehenden neuen Anforderungen in Reparatur und Service verändern auch die berufliche Aus- und Weiterbildung. Die E-Autos bilden mit ihren Hochspannungen auch Gefahrenpotentiale, so bildet die Sicherheit einen Hauptaspekt. Darauf müssen die Techniker richtig vorbereitet werden, erklärte der Trainer Deniz Kartal von Evalus (Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz Gmbh). Beim falschen Umgang mit Hochvoltfahrzeugen drohen ungeschulten Mechanikern zahlreiche Gefahren, wie Blendungen oder Verbrennungen durch Störlichtbögen, sehr hohe Kurzschlussströme bis hin zur elektrischen Körperdurchströmung. Kartal wies auf die entsprechenden europäischen und nationalen Richtlinien und Normen hin, gemäß derer diese spezielle Ausbildung erfolgt.

Kaiser und Kartal rieten den jungen Menschen, weiterhin auf Weiterbildung sowie auf das Lernen durch praktische Erfahrungen zu setzen. „An der FBS-Wolfsberg haben wir mit dem Weiterbildungskonzept den Grundstein gelegt, um Fachkräften das notwendige Rüstzeug für den Umgang mit dieser neuen Technologie zu vermitteln. Mit Bildungsprojekten im Innovationsfeld Elektromobilität bereiten wir den Weg für ein modernes Bildungssystem und die Sicherung der Arbeitsplätze von morgen“, sagte FBS-Direktor Norbert Aichholzer. „Die Auszubildenden waren mit vollem Eifer dabei und haben viel Neues dazu gelernt“, unterstrichen die Fachlehrer Siegfried Weinberger und Christian Ferk.

Die Verantwortung in der Elektrotechnik, die einen wichtigen Baustein in den Unternehmen darstellen wird, konnte in den Praxisphasen anschaulich und nachhaltig vermittelt werden. Die FBS Wolfsberg reagiert somit jetzt schon auf die neuen Bedürfnisse der Kfz-Techniker und Elektrofachkräfte des Landes und bietet ab sofort ihre Zusatzausbildung für das Arbeiten an Hochvolt-eigensicheren Fahrzeugen an.

Bedankt wurde die engagierte FBS für ihre zukunftsorientierte Ausbildung auch von Gemeinderat Harry Koller seitens der Stadtgemeinde Wolfsberg. Die Stadt sei stolz auf diese Schule und die duale Berufsausbildung sei einzigartig und sei auch außerhalb Österreichs sehr gefragt.

Hier die Lehrlinge/Elektrofachkräfte bzw. Lehrbetriebe: Stefan Eberhard (Vasold, St. Andrä), Daniel Grillitsch (Hartl,Wolfsberg), Hannes Hobel (Saloschnik, Wolfsberg), Florian Hofer (Pustnik, Bleiburg), Stefan Jahrer ( Münzer, Wolfsberg), Hannes Christian Joham (St. Stefan/Lav.), Philipp Kustrin (Penz, Wolfsberg), Julian K.Sachslehner (Porsche, Wolfsberg), Bernhard Vallant (Hartl, Wolfsberg), Dominik Zenkl (Töfferl, St. Stefan/Lav.).

Zur FBS Wolfsberg: Sie ist ein Kompetenzzentrum für Metall- und KFZ-Technik, Handels- und Büroberufe, St. Jakober Straße 2, Wolfsberg. Sie beschult Lehrlinge in Metall, Kfz, Büro und Handel (790 SchülerInnen). Die Lehre mit Matura nimmt einen bedeutenden Stellenwert an der Schule ein (110 SchülerInnen). Erwähnt wurde auch, dass es an der FBS Wolfsberg mit Marco Kogleck den bisher einzigen Kfz-Bundessieger gibt, den Kärnten je hatte

Übrigens: Von 7. bis 11. November veranstaltet die Fachberufsschule Wolfsberg wieder den internationalen Vocational Education Metal Congress 2016 mit Fachlehrern aus dem Metallbereich. Vertreter aus 28 Staaten aus Europa und auch Asien werden nach Wolfsberg kommen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: K.Brunner
Fotos: LPD/fritzpress