News

POLITIK

Expertentagung erörtert Erdbebenrisiko bei AKW Krško

07.04.2016
LR Holub: Land Kärnten sorgt sich um Sicherheit des AKW Krško – Erneuerbare Energien sollen in Slowenien und Kroatien Atomstromproduktion ersetzen

Auf Initiative und Einladung von Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub findet zur Stunde ein Expertengipfel zum Thema „Erdbebenrisiken in Verbindung mit dem Kernkraftwerk Krško“ in der Kärntner Landesregierung statt. Expertinnen und Experten aus Österreich, Slowenien, Kroatien, Frankreich, Italien und den USA beraten dabei heute unter anderem über die seismologischen Charakteristiken der Region, das laufende Monitoring der seismologischen Bewegungen und die Wahrscheinlichkeit schwerer Erdbeben.

„Die Tagung gibt allen Expertinnen und Experten die Möglichkeit, einen offenen und faktenbasierten Meinungsaustausch zu führen und damit bestenfalls zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Ich danke dem Umweltministerium, dem Umweltbundesamt und der Universität Wien für die Unterstützung der Tagung und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren wichtigen Input“, betonte Holub in seiner Begrüßung.

Das Land Kärnten trete jedenfalls weiterhin für eine Abschaltung des Atomkraftwerks ein, so Holub: „Krško wurde 1981 in Betrieb genommen und liefert seit 1983 kommerziell Energie. Die Konstruktion des Atomkraftwerkes war ganz klar auf eine maximale Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt. Somit müsste der Betrieb im Jahr 2023 enden. Doch im letzten Jahr wurde die Laufzeit durch eine politische Entscheidung um 20 Jahre verlängert“, erklärte Holub.

Das Land Kärnten lehne diese Verlängerung kategorisch ab: „Kärnten ist ganz klar gegen eine Laufzeitverlängerung von Krško, gegen eine mögliche Inbetriebnahme von Krško 2 und für eine ehestmögliche Stilllegung des gesamten Atomkraftwerks. Anstatt auf Atomstrom zu setzen, sollen sich Slowenien und Kroatien ein Vorbild an Kärnten nehmen, das mit dem Energiemasterplan zu 100 Prozent auf den Ausbau von erneuerbaren und umweltverträglichen Energieträgern setzt“.

Die Kärntner Landesregierung habe sich daher bereits mehrfach gegen den Ausbau und die Laufzeitverlängerung von Krško ausgesprochen. Auch mit dem Land Steiermark gebe es in dieser Hinsicht einen Schulterschluss. Gemeinsam mit Steiermarks Umwelt- und Energiereferent Jörg Leichtfried rief Holub die Bundesregierung dazu auf, sich für eine Abschaltung des Atomkraftwerks einzusetzen.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger