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Wer in Startups investiert, gewinnt

08.04.2016
LR Benger auf Wirtschaftsreferentenkonferenz in Innsbruck – Für Unternehmen, die in Startups investieren, soll Beteiligungs-Freibetrag von bis zu 100.000 Euro gelten

Die Wirtschaftsreferentenkonferenz in Innsbruck beschäftigt sich heute, Freitag, laut Kärntens Wirtschaftslandesrat Christian Benger in einem Punkt auch mit der jungen, modernen Wirtschaft, mit den Startups und der Kreativwirtschaft. „Wenn wir ein attraktiver Wirtschaftsstandort sein wollen, müssen wir die Startups und Kreativen unterstützen und forcieren. Ihr Unternehmergeist ist Beispiel für andere Junge, in Kärnten zu bleiben und nicht abzuwandern“, berichtet Benger von der Konferenz. In Summe seien Maßnahmen zu setzen, die das derzeit durchschnittliche Wachstum wieder anheben.

Daher wurde im Rahmen der Konferenz der Beschluss gefasst, dass endlich ein Beteiligungsfreibetrag von bis zu 100.000 Euro für private Investoren eingeführt werde. Ziel ist die Steigerung der Zahl der Beteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen, an schnell wachsenden Unternehmen wie Startups, durch einen steuerlichen Anreiz. Nach den Vorschlägen in Innsbruck sollen steuerlich jährlich 20.000 Euro innerhalb von fünf Jahren absetzbar sein, wenn sich Firmen an Startups beteiligen.

Denn eine große Frage für junge Unternehmer, vor allem für Startups, die oft mit herausragenden Ideen am Markt Platz greifen, ist die Finanzierung. „Wenn wir die Anreize für Investoren zur Bereitstellung von Kapital heben, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Vernetzung der traditionelle Wirtschaft mit der modernen Wirtschaft und Wachstum“, ist Benger überzeugt. Ein Faktor für Wirtschaftswachstum sei die Stimmungslage. „Gerade für die Jungen, die Unternehmen gründen wollen, die damit neue Arbeit und neue Arbeitsplätze schaffen, müssen wir Signale setzen und den Zugang zu Risikokapital erleichtern“, fasst Benger zusammen.

Weiters ist ein Beschluss aller Wirtschaftsreferenten gefasst worden, dass das Bundeskanzleramt die seit einem Jahr überfälligen Spielregeln für die Auszahlung von EU-Mitteln (konkret EFRE) für die regionale Entwicklung auf den Tisch legt. Kärntens Wirtschaft könne laut Benger in dieser Förderperiode nur dann die über 56 Mio. Euro EU-Mittel abholen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen. „Derzeit steht das Bundeskanzleramt auf der Reformbremse, unerklärlich, in Zeiten wie diesen“, meint Benger. Auch der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds stehe in den Startlöchern, müsse derzeit aber Anträge ablehnen, weil das Regelwerk noch immer fehle. In der vergangenen Periode haben 240 Kärntner Unternehmen rund 60 Mio. Euro EFRE-Mittel ausgeschöpft und über 600 Millionen Euro an Investitionsvolumen in Kärnten ausgelöst. „Das sind nachhaltige Investitionen in Standorte und Arbeitsplätze. Wer da bremst, verhindert Wachstum und Einkommen“, sagt Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger