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Volkskultur-Stipendien erstmals vergeben

12.04.2016
LR Benger: Stipendien für wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus Volkskunde, Kulturanthropologie und Musikethnologie vergeben – Neuausschreibung für 2017 gestartet - Dotation: 5.000 Euro
Erstmals in Kärnten hat es im Zuge des „Jahr des Brauchtums“ Stipendien für den Bereich Volkskultur gegeben. „Ziel ist es, das Interesse junger Menschen für ihr Land, die Traditionen und das Brauchtum zu wecken. Die Volkskultur ist ein Grundstein für die Identität“, erklärte dazu, heute, Dienstag, Volkskulturreferent LR Christian Benger. Nun wurden nach einer Jury-Auswahl die ersten drei Stipendien vergeben und zugleich erfolgte die Neuausschreibung für drei Volkskultur-Stipendien für das Jahr 2017.

Vom Land Kärnten werden seit Jahren Stipendien für wissenschaftliche Arbeiten vergeben. Unter anderem die jährlichen Arbeitsstipendien für Baukultur, Auslandstipendien für Bildende Kunst, Absolventenstipendien für Darstellende Kunst, Stipendien im Bereich Literatur und Musik. „Es war an der Zeit, auch unsere Geschichte, unsere Traditionen und unser Brauchtum mit Stipendien für Bachelor, Diplom/Master und Dissertationen wissenschaftlich aufzubereiten“, erklärte Benger. Mit dem Fachbeirat für Volkskultur wurden die Rahmenbedingungen für das neue Stipendium erarbeitet. Vergeben wurden die drei Stipendien für wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus den Fachbereichen Volkskunde, Kulturanthropologie und Musikethnologie.

Der Vorsitzende des Fachbeirates, Heimo Schinnerl, und Univ. Prof. Klaus Schönberger, Abteilungsleiter im Institut für Kultur-Anthropologie an der Uni Klagenfurt, haben die Einrichtung des Volkskulturstipendiums unterstützt und waren auch wesentliche Mitglieder der Jury. Die Stipendien 2016 gingen an:

Carmen Gaggl – Dissertation /3.600 Euro (= 12 Monatsraten à 300 Euro). „Vergleichende ikonographische Quellenstudien zum Gesamttypus Hackbrett/Psalterium in der Alpen-Adria-Region zwischen 1320 und 1530“.

Anna Maria Korenjak – Masterarbeit/1.110 Euro (= 6 Monatsraten à 185 Euro). „ Brotkultur im südlichen Kärnten: Sitten und Bräuche im Jahreskreis“.

Hans Jürgen Stermetz – Bachelorarbeit /300 Euro (3 Monatsraten à 100 Euro). „Das Florianisingen in Südkärnten. Eine empirische Studie und Feldforschungsbeschreibung“.

„Ziel dieses Stipendiums ist die wissenschaftliche Erkenntniserweiterung im Bereich der Alltags- und Festkultur. Hier hat Kärnten Nachholbedarf“, betonte Heimo Schinnerl. Wichtig sei zudem das Signal, dass der Bereich Volkskultur, Alltags- und Festkultur eine wissenschaftliche Basis erfährt und daher die höhere Beachtung und Wertigkeit erlange.

„Die neu eingerichtete Abteilung Kulturanthropologie an der Alpen-Adria-Universität und der mit ihr verbundene Studiengang Angewandte Kulturwissenschaft wird ein besonderes Augenmerk auf historische wie gegenwärtige Formen der Alltags- und Festkultur legen. Dabei wird ein Verständnis von Volkskultur zugrunde gelegt, das den wissenschaftlichen Maßstäben der internationalen Europäischen Ethnologie entspricht und dazu beiträgt, die Gegenwart als geworden und sich ständig verändernd zu begreifen“, erklärte Schönberger.

I N F O: Einreichfrist für die neuen Volkskultur-Stipendien ist der 31. Jänner 2017.

Alle Infos zur Neuausschreibung findet man auf: www.volkskultur-kaernten.at bzw. E-mail an: abt6.volkskultur@ktn.gv.at.

Vergeben werden:

1 Stipendium für eine Bachelor-Arbeit: 300 Euro,- (3 Monatsraten à 100 Euro).

1 Stipendium für eine Diplom-/Master-Arbeit: 1.110 Euro,-- (6 Monatsraten à 185 Euro).

1 Stipendium für eine Dissertation: 3.600 Euro(12 Monatsraten à 300 Euro).

Förderungswürdig sind Arbeiten, die sich mit den Forschungsbereichen: „Alltags- und Festkulturforschung“; „Erzähl- und Liedforschung“; „Erforschung von Interkulturalität“ und „Fachforschung zur Kärntner Volkskunde“ auseinandersetzen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger