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POLITIK

AKW Krško: Schulterschluss zwischen Kärnten und Steiermark

13.04.2016
LR Holub und LR Leichtfried: Erdbeben in Slowenien ist klares Warnsignal

Kärnten und die Steiermark werden weiterhin mit allen Möglichkeiten gemeinsam gegen den slowenisch-kroatischen Atommeiler Krško vorgehen. Zu dieser Vereinbarung kamen heute, Mittwoch, Umwelt- und Energiereferent Rolf Holub sowie der steirische Landesrat Jörg Leichtfried bei einem Arbeitstreffen in der Kärntner Landesregierung.

In einer gemeinsamen Stellungnahme an den zuständigen Bundesminister Andrä Rupprechter drücken Holub und Leichtfried die Sorgen der Kärntner und der steirischen Bevölkerung gegenüber Krško aus: „Wir fordern den Bundesminister dazu auf, sich auf Grund der aktuellen Ereignisse an unseren Bemühungen für eine Abschaltung des Atomkraftwerks zu beteiligen und die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen. Die internationale Expertengruppe hat letzte Woche in Klagenfurt klar festgestellt, dass bisher unbekannte Erdbebenlinien in Krško aufgetaucht sind. Das muss Warnung genug sein“, so Holub.

"Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben mich in den letzten Tagen persönlich bzw. über die sozialen Medien angesprochen und mir ihre Sorgen aufgrund der jüngsten Erdbebenmeldung in der Region rundum das Atomkraftwerk in Krško mitgeteilt. Mein Ressortkollege aus Kärnten und ich werden den slowenischen Regierungschef daher direkt anschreiben und ihn darum ersuchen, dafür zu sorgen, dass die Laufzeit des bereits in die Jahre gekommenen AKWs in unserer unmittelbaren Nachbarschaft nicht verlängert wird. Statt dessen solle Slowenien, so wie die Steiermark und Kärnten, künftig auch verstärkt in Erneuerbare Energie n investieren", so Leichtfried.

Neben der Anti-Atom-Politik diskutierten Holub und Leichtfried über weitere Themenfelder, in denen gemeinsame Interessen Kärntens und der Steiermark bestehen. Im Klimaschutz wurde eine Zusammenarbeit von Kärnten und der Steiermark vereinbart: Die beiden Bundesländer werden in Zukunft im Bereich der thermischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden Kooperationsmöglichkeiten nutzen. Auch die öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Kärnten und der Steiermark sollen verbessert werden. Insbesondere zwischen dem Kärntner Lavanttal und dem steirischen Murtal sehen Holub und Leichtfried Entwicklungspotenzial und eine gute Chance, Kärnten und die Steiermark noch besser miteinander zu verbinden.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/ Büro LR Holub