News

WIRTSCHAFT

Qualitätsoffensive auf unseren Almen

14.04.2016
LR Benger: Umsetzung der Tourismusstrategie auch im Förderbereich - KWF-Kuratorium beschließt spezielle Richtlinien für Hütten-Infrastruktur im touristischen Gebiet
In der gestrigen Kuratoriumssitzung des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds wurde eine neue Richtlinie für den Tourismus beschlossen. „Entsprechend der Tourismusstrategie starten wir eine Offensive für unsere Hütten in den touristischen Gebieten. Sie sollen mit Investitionen die höchste Konzentration südlicher Lebensqualität erlebbar machen“, teilte, heute, Donnerstag, Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Christian Benger mit.

Laut Tourismusstrategie des Landes hat Kärnten in Bezug auf seine Positionierung die höchste Konzentration südlicher Lebensqualität in Österreich aufzuweisen. Diesen USP muss Kärnten glaubhaft besetzen und mit konkreten Projekten und Maßnahmen weiter ausbauen.

Die neue und spezielle Infrastrukturförderung wurde mit 1,5 Millionen Euro dotiert. Das Ziel sei laut Benger klar: Südlichkeit müsse ganzjährig erlebbar sein, beim Schifahren, Wandern oder Natur genießen. Die Zielgruppe seien Themenhütten mit hohem Qualitätsanspruch, gefördert werden Investitionen ab 10.000 Euro. Der nicht rückzahlbare Zuschuss betrage laut Benger bis zu 30 Prozent.

Die KWF-Infrastrukturförderung soll zur Erreichung dieser Zielsetzung einen wesentlichen Beitrag leisten. „Sie wurde innerhalb kürzester Zeit konzipiert, mit den Stakeholdern abgestimmt und mit einem Förderbudget von 1,5 Mio. Euro attraktiv dotiert“, so KWF Vorstand Erhard Juritsch.

Vom KWF gefördert werden der Neubau, die Vergrößerung und die Modernisierung von Sonnenterassen und damit verbunden auch Investitionen in das Ambiente (südlicher Flair). Dazu zählen beispielsweise Überdachungen, Bar im Freien, Möblierung der Sonnenterrasse (Lounge, Strandkörbe, Liegestühle, Hängematten usw.), Windschutz, Sonnenschutz, Wärmequellen, Grillplatz, Kinderspieleland, 3-D-Kino usw. Auch Investitionen, denen innovative Konzepte mit Alleinstellungsmerkmal zu Grunde liegen – wie zum Beispiel Wellnessinfrastruktur (Hot Pot | Schwitzhütten, Whirlpool auf der Sonnenterrasse, usw.), beheizbare Sitzplätze auf der Sonnenterrasse (z.B. in Verbindung mit Photovoltaik) oder die Umstellung von reinen Selbstbedienungs- hin zu serviceorientierten Bedienungskonzepten – werden gefördert.

Unter „Themen-Hütten“ werden laut Juritsch Gastronomiebetriebe verstanden, die während der gesamten Winter- bzw. Sommersaison geöffnet haben und in einem Skigebiet direkt an der Piste oder an einer Berg- oder Talstation liegen oder in einem alpinen Wintererholungsraum, der von Touren-Skifahrern, Schneeschuhwanderern, Rodlern und Winterspaziergängern regelmäßig frequentiert wird.
Die KWF Ausschreibung richtet sich an KMU der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die einen Gastronomiebetrieb mit „Themen-Hüttencharakter“ betreiben und eine entsprechende Gewerbeberechtigung besitzen.

Das Augenmerk bei den Investitionen liegt laut Benger auf einer qualitativ hochwertigen Ausführung: Bei der Sonnenterrasse muss es sich um eine befestigte bauliche Ausführung in Stein oder Holz handeln und beim Equipment erhält hochwertiges Mobiliar (Liegestühle, Bestuhlung, Tische, Heizpilze, Heizstrahler, Kamin, Feuerstelle, Decken, Felle etc.) klar den Vorzug gegenüber »klassischen« Biertischgarnituren, Plastikmöbeln oder Plastikplanen.
I N F O S für Antragsunterlagen: www.kwf.at


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger