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Genuss Wirte starten in ganz Österreich durch

22.04.2016
LR Benger: 100 Kärntner Genuss Wirte haben den regionalen Vorsprung – Kärntner Erfolgsprojekt wird auf ganz Österreich ausgeweitet
Sie sind das Aushängeschild der Kärntner Gastronomie, die Kärntner Genuss Wirte. Sie verpflichten sich vertraglich, in ihrer Küche bevorzugt mit Produkten aus Kärnten zu kochen. Österreichweit sind sie damit seit sechs Jahren Vorreiter. Nun baut ein bundesweites Gastronomieprojekt auf diesen Erfahrungen aus Kärnten auf. In Kooperation mit dem bundesweiten Cluster „Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung“ wird dieses in Kärnten aufgebaute System auf Österreich ausgeweitet. Hier wird das AMA-Gastrosiegels - Regionalplus ebenso als Basiskriterium herangezogen – ergänzt um jeweils landesspezifische Herkunftskriterien.

„Regional ist genial. Die Regionalisierung in der Lebensmittelproduktion und in der Veredelung, wie in der Gastronomie, ist der absolut richtige Weg. Die Konsumenten und Gäste fordern Regionalität ein. Studien belegen den Trend“, unterstreicht Landesrat Christian Benger diese österreichweite Umsetzung. Benger, in der Kärntner Landesregierung zuständig für Tourismus, Gewerbe und Landwirtschaft, steht für Vernetzung. „Daher ist mir der Brückenschlag zwischen den verschiedenen Wirtschaftsbereichen wichtig, weil wir gemeinsam die Wertschöpfung im Land steigern. Am meisten profitieren aber Gäste und Konsumenten“, betont Benger.

„In Kärnten gibt es 100 Wirte, die auf Grundlage des AMA-Gastrosiegels - Regionalplus Rohwaren beziehen“, ist Genussland Kärnten Obfrau Barbara Wakonig stolz. Diese Restaurants, vom Haubenlokal bis zum guten Landgasthaus, verwenden bei Eiern, Milch und einem Großteil der Milchprodukte, ausschließlich Kärntner Produkte, bei Schweine- und Rindfleisch alles aus Kärnten, eines davon höchstens aus Österreich. „Sie lassen sich dafür regelmäßig kontrollieren und leben die Regionalität in der Küche seit Jahren vor. Gekocht wird mit heimischen Lebensmitteln nicht nur Kärntner Küche sondern auch international – von Pizza bis Wok“, weist Wakonig hin.

Mit dem „Genussland Kärnten“ mit seinen strengen Qualitäts- und Herkunftskriterien ist in den letzten Jahren eine florierende, gut funktionierende Vernetzung von Landwirtschaft, Kärntner Genuss Wirten und den Handelspartnern gelungen. „Dass dieser Kärntner Weg nun österreichweit in die Gastronomiekriterien Eingang findet, ist ein sehr positives Signal zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung“, so Benger. Alleine die Kärntner Genuss Wirte sorgten laut Erhebung vom Genussland Kärnten im Vorjahr für einen Umsatz von 3,4 Millionen Euro beim Einkauf von herkunftsgesicherten Kärntner Lebensmitteln für ihre Küche.

Mit der Kampagne „Regional ist genial“ erweitert Benger diesen regionalen Wertschöpfungsansatz auf alle Wirtschaftsbereiche im ländlichen Raum – vom Handwerk bis zu den öffentlichen Küchen. „Wird in Kärnten gekauft, bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land“, argumentiert Benger. Vor allem die öffentliche Hand sei gefordert, in der Lebensmittelbeschaffung auf heimische Produkte zurück zu greifen. Die Novelle des Bundesvergabegesetzes erlaubt nun den Vorzug regionaler Lebensmittel gegenüber Billigprodukten. „Da gibt’s für Krankenhäuser, Pflegeheime oder Schulen keine Ausrede mehr. Wo Steuergeld den Betrieb aufrechterhält, muss in Kärnten eingekauft werden“, stellt Benger klar.

Im Genussland Kärnten ist gesicherte Qualität und nachvollziehbare Herkunft oberste Prämisse! Rund 300 Produzenten und Verarbeiter, 100 Kärntens Genuss Wirte und 15 Handelspartner leben diesen Weg vor und tragen damit viel zur Stärkung der regionalen Wertschöpfungskette bei.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger