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„Übergangsstufe für Flüchtlinge“ zeigt Erfolg

25.04.2016
LH Kaiser und LSR-Präs. Altersberger: Lehrgang bietet jugendlichen Flüchtlingen Zutritt zur Berufswelt – Projekt soll fortgesetzt und ausgeweitet werden
„We are the world“ sangen die Schülerinnen und Schüler des Projektes „Übergangsstufe an Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen für Flüchtlinge“ heute, Montag, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung aus voller Überzeugung. Bei dem Lehrgang handelt es sich um ein Bildungsangebot an asylwerbende Jugendliche ohne Kenntnisse der Unterrichtssprache Deutsch, die nach Absolvierung des Lehrganges den Besuch einer berufsbildenden (mittleren oder höheren) Schule oder einer dualen Ausbildung (Lehre) anstreben. Bei der Präsentation zeigten sich Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger von dem Projekt, das in Kärnten bislang nur an der WIMO in Kooperation mit der HAK 1 International in Klagenfurt durchgeführt wird, begeistert.

Schon der Begriff „Übergangsstufe“ zeige laut Kaiser, dass es bei dem Vorhaben vor allem darum gehe aufzusteigen – etwas zu überwinden. „Jugendliche bekommen Zugang zu den Möglichkeiten, die ihnen die Berufswelt hierzulande bietet“, sagte der Landeshauptmann und lobte das Engagement der betreuenden LehrerInnen, das weit über die Lehrverpflichtung hinausgehe. „Wie auch immer man zur Flüchtlingsproblematik stehen mag, ist eines doch ganz klar: Wenn die Menschen hier sind, haben sie ein Recht auf Integration“, so Kaiser. Man müsse ihnen unsere Sprache und unsere Werte vermitteln und ihnen damit das nötige Werkzeug in die Hand geben, um Teil unserer Gesellschaft zu werden.

„Schulen haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag“, betonte Altersberger. Jene Qualifikationen, welche die Jugendlichen im Rahmen dieses Projektes erwerben seien der Schlüssel zu einer guten Zukunft hier in Kärnten. Auch Altersberger wusste um die großen Bemühungen der Betreuer Bescheid, meinte aber auch: „Sie werden dafür mit dem Vertrauen und der Freude ihrer Schützlinge beschenkt.“

Der Lehrgang richtet sich an SchülerInnen zwischen 15 und 18 Jahren mit einem „Pflichtschulabschluss“ und vorgegegebenen Englischkenntnissen. Das Team der Pädagoginnen und Pädagogen setzt sich nach den Erfordernissen der Lehrgangsziele zusammen. Die Fachpraxis wird als kaufmännisches beziehungsweise gastronomisches Praktikum unterrichtet. Koordiniert wird das Projekt vom Landesschulrat für Kärnten. Das Vorhaben soll im kommenden Schuljahr nicht nur fortgeführt, sondern eventuell auch auf einen weiteren Schulstandort ausgeweitet werden.

Moderatorin Ute Hofstätter-Pichler durfte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen: Klagenfurts Stadträtin Ruth Feistritzer, Landesschulratsvizepräsidentin Elisabeth Dieringer-Granza, Gerhild Hubmann, Leiterin der Schulabteilung, Superintendent Manfred Sauer als Vertreter der Kirche, Vertreter der Caritas, des Flüchtlingsreferates, der Arbeiterkammer sowie die Quartiergeber. Den pädagogischen Betreuerinnen und Betreuern des Projektes sowie den VertrauensschülerInnen dankten Kaiser und Altersberger persönlich im Rahmen einer Urkundenverleihung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Fritzpress