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Umweltanwalt fordert Glyphosat-Stop

25.04.2016
Tagung der Landes-Umweltanwaltschaften in Vorarlberg befasste sich mit umstrittenem Pestizid - Gemeinsame Stellungnahme an die zuständigen Minister
Die bei der gemeinsamen Konferenz der Landes-Umweltanwaltschaften Anfang April in Vorarlberg erarbeitete Position gegen die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat, wurde nunmehr an den zuständigen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter und an die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser übermittelt. Das teilte heute, Montag, die Geschäftsstelle des Naturschutzbeirates/Umweltanwalts mit.

Im Schreiben heißt es: „Das Ringen um die Verlängerung der Zulassung des nicht-selektiven Blattherbizids Glyphosat geht auf europäischer Ebene in die heiße Phase. Neben der evidenten Umweltgefährdung ist durch den massiven Einsatz von Glyphosat u.a. in der Landwirtschaft auch eine Gesundheitsgefährdung zu besorgen. Das bedeutet, dass aufgrund der vorliegenden Beweislage einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat als Pflanzenschutzmittel unter keinen Umständen zugestimmt werden kann.“

Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie die Bundesministerin für Gesundheit werden dringend ersucht, sich in der Frage der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat auf EU-Ebene für eine strikte Einhaltung des Vorsorgeprinzips und gegen die weitere Zulassung einzusetzen.

Für den Fall, dass die für die Untersagung des Einsatzes von Glyphosat notwendige Mehrheit in der Europäischen Kommission nicht erzielt werden kann, wurden die Minister ersucht, sich für eine befristete Verlängerung von maximal einem Jahr einzusetzen.


Rückfragehinweis: Geschäftsstelle Naturschutzbeirat/Umweltanwalt
Redaktion: Auernig/Stirn