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POLITIK

Flüchtlinge: Integrationshilfe durch Werte- und Orientierungskurse des ÖIF

27.04.2016
LH Kaiser betont bei Kursbesuch Wichtigkeit der Vermittlung von Werten und Prinzipien und spricht sich für verpflichtende Kurse aus: Regeln, Rechte und Pflichten zu respektieren, ist Voraussetzung für friedliches Zusammenleben
Die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen zur Sicherung des sozialen Friedens ist aktuell eines der bestimmenden Themen und eine der größten Herausforderungen für die Politik. In Kärnten werden dazu als eine Maßnahme über den Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) Werte- und Orientierungskurse für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte angeboten. Um sich selbst ein Bild über den Ablauf und die Mitwirkung von Flüchtlingen zu machen, nahm Kärntens Flüchtlingsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Mittwoch, persönlich an einem dieser Kurse in Klagenfurt in den ÖIF-Räumlichkeiten teil. Kaiser spricht sich nach erfolgter Evaluierung der Kurse für einen verpflichtenden Besuch aller Asylberechtigten aus. „Unsere Regel, Rechte und Pflichten, Werte und Prinzipien nicht nur zu kennen, sondern sie zu akzeptieren, zu respektieren und sie zu leben, sind unabdingbare Voraussetzungen“, macht Kaiser deutlich.

Rund 15 arabischsprachige Flüchtlinge nehmen gerade im Integrationszentrum in Klagenfurt am Orientierungs- und Wertekurs teil. Diese Kurse sind neben dem Besuch eines Deutschkurses und der Arbeitswilligkeit zentrale Bestandteile des Integrationsplans für Flüchtlinge, auf den sich Bundesregierung und Länder Mitte Jänner geeinigt haben.

Kaiser hieß die Kursteilnehmenden willkommen. Er strich die Wichtigkeit der Vermittlung von Werten hervor, insbesondere der Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Österreich wie Demokratie, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. „Gleichzeitig geht es auch darum, dass wir gegenseitig voneinander lernen“, sagte Kaiser zu den Kursteilnehmenden.

Zentrale Bestandteile der Werte- und Orientierungskurse sind die Grundwerte der österreichischen Verfassung wie Gleichberechtigung von Mann und Frau, Menschenwürde und demokratische Prinzipien. Die Kurse vermitteln außerdem die Bedeutung von Deutschkenntnissen und Bildung sowie Alltagswissen für die erfolgreiche Integration. Für Teilnehmende mit noch geringen Deutschkenntnissen stehen Dolmetscherinnen und Dolmetscher zur Verfügung. Die Kurse haben Seminar-Charakter und finden in Kleingruppen von rund 15 Personen statt. Frauen und Männer nehmen zusammen daran teil.

Beim heutigen Besuchstermin des Landeshauptmannes waren auch Regionaldirektor Klaus Krainz vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA), Edwin Schäffer, Gesamtsteuerung der Integrationszentren in Österreich, Mandana Poureh, Leiterin des Integrationszentrums Kärnten, Landesflüchtlingsbeauftragter Udo Puschnig sowie Landesintegrationsbeauftragte Nadine Ruthardt anwesend.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser