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Ganztägige Schulformen werden immer wichtiger

29.04.2016
LH Kaiser: Ganztagesschulform ist Schulform der Zukunft und steigert Chancengerechtigkeit – Bildung immer wichtiger
„Ganztägiges Lernen in Kärnten“: diesem Schwerpunkt widmete sich heute, Freitag, eine große Informationsveranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Kärnten. Land, Landesschulrat und Pädagogische Hochschule luden dazu Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Elternvertreter/innen ein, um über Förderungen, Modelle und Erfahrungen zu diskutieren und sich auszutauschen. Das Thema der ganztägigen Schule gewinnt immer mehr an Bedeutung, sagte Rektorin Marlies Krainz-Dürr und dankte dem Land, das in diesem Bereich sehr initiativ sei. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und Landesschulinspektor Susanne Traußnig betonten die Wichtigkeit der ganztägigen Schulformen und die eingehende Diskussion darüber.

„Der Trend setzt sich fort. Die Ganztagesform ist die Schulform der Zukunft“, sagte der Landeshauptmann und erläuterte die vielen Gründe, die für diese Schulform bzw. ganztägige Schulmodelle sprechen. Bildung sei umfassend, schließe die Elementarpädagogik ebenso ein wie das lebensbegleitende Lernen. Bildung werde aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung immer wichtiger, dies zeige sich gerade bei der vieldiskutierten Digitalisierung. Schule und Kinderbetreuung hätten immer mehr Aufgaben der Gesellschaft zu übernehmen, somit stelle sich auch das soziale Lernen als eine zentrale Herausforderung.

„Schule soll daher immer mehr als Lebensraum mit seiner ganzen Breite gestaltet werden“, sagte Kaiser. U.a. müssten dabei bauliche, sportliche, kulturelle Angebote und Möglichkeiten hier inkludiert werden. Zeit und diese richtig zu nutzen, spiele auch eine immer bedeutendere Rolle, der in ganztägigen Schulformen Rechnung getragen werde. Vor allem aber gehe es um Chancengerechtigkeit, die durch solche Schulformen gefördert werde. Im Pflichtschulbereich hätten 2011/12 erst 93 Standorte und 1.811 Schüler/innen ganztägige Betreuung gehabt, nunmehr liege man schon bei 140 Standorten und bei einer Schülerzahl von 4.204, so Kaiser. Er erwähnte auch, dass eine gemeinsame pädagogische Ausbildung der Lehrer/innen unabdingbar sei. Für ihn sei es auch keine Vision, daran zu glauben, dass es „eine schultaschenfreie Schule“ geben werde.

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger betonte, dass ein besonderes Augenmerk auf die Qualität zu legen sei, wenn bereits 150 Schulen im Pflichtschulbereich ganztägige Betreuung anbieten. Viele Eltern würden den sozialen Raum und die Pädagogik der Schulen schätzen. „Ganztägiges Lernen ist ein Jackpot“, so Altersberger. LSI Susanne Traußnig verwies auf gute Praxis-Erfahrungen von AHS (Spittal, Klagenfurt, Völkermarkt) mit ganztägiger Betreuung. Im nächsten Jahr würden alle AHS-Standorte die verschränkte Schulform über den ganzen Tag anbieten.

Erfahrungsberichte und Workshops standen ebenfalls auf dem Programm. Bildungs-Abteilungsleiterin Gerhild Hubmann informierte über Förderrichtlinien und Rahmenbedingungen für ganztägige Schulformen. Unter den vielen Gästen waren auch Gemeindebundpräsident Bgm. Peter Stauber, die Landtagsabgeordneten Zalka Kuchling und Johanna Trodt-Limpl sowie Stadträtin Ruth Feistritzer. Die Veranstaltung moderierte Willibald Erlacher.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD/Eggenberger