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Freilichtmuseum Maria Saal in neue Saison gestartet

02.05.2016
LR Benger: Rekorde, Sanierungen, Veranstaltungen – Museum lebt auf
Am Wochenende hat das älteste Museum seiner Art in Österreich, das Freilichtmuseum Maria Saal, seine Pforten geöffnet und ist in die neue Saison gestartet. Und als Ort der Volkskultur lebt das Museum neu auf, denn im Jahr des Brauchtums 2015 wurde das Freilichtmuseum durch Veranstaltungen und neue Aktionen aufgewertet, zahlreiche Sanierungen wurden mit Kosten von rund 150.000 Euro durchgeführt. „Das Museum und die Volkskultur haben einen neuen Stellenwert in der Vermittlung von Brauchtum, Heimat und Tradition erhalten. Am meisten freuen mich der Rekord-Besuch und der Erfolg der Initiative ,Schule im Freilichtmuseum‘“, erklärt Volkskulturlandesrat Christian Benger.

2.652 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 132 Schulklassen besuchten 2015 das Museum in Maria Saal und erlebten Geschichte und Kultur hautnah. Immerhin 54 Prozent mehr junge Besucher als 2014. „Die Jugend soll ihre Wurzeln kennen lernen und erleben, das schafft Identität und Heimatbewusstsein“, begründet Benger die Aktion, bei der das Kulturreferat die Bus-Kosten für die Schulgruppen übernimmt. In Summe kamen voriges Jahr 16.594 Besucher ins Freilichtmuseum, was ein Zuwachs von zwei Prozent und ein neuer Besucherrekord ist.

Auch heuer sind die Anmeldungen der Schulen vor der Saisoneröffnung erfolgt und die Aktion ist bereits ausgebucht. So wie der Folder an den Schulen verteilt war, kamen die Anmeldungen – innerhalb von drei Tagen haben sich 60 Schulklassen gemeldet. „Mehr geht derzeit nicht, weil wir die Klassen pädagogisch begleiten und das Personal dafür brauchen“, berichtet Heimo Schinnerl, Leiter des Freilichtmuseum Maria Saal. Er zeigt sich erfreut über die Aufwertung „seines“ Museums. „Wir haben ein Programm für die Jugendlichen zusammengestellt, das die Wissensvermittlung mit der Praxis verbindet. Die Jugendlichen erhalten einen Einblick in die unterschiedlichen Lebensformen der einzelnen Täler Kärntens“, beschreibt Schinnerl.

Aber auch Sanierungen prägen das Freilichtmuseum. „Die Objekte sind Wind und Wetter ausgesetzt. Ohne dauernde Wartung, Instandhaltung und Sanierung geht das nicht“, so Schinnerl. Nach einer intensiven Sanierungsphase sei Licht am Ende des Tunnels zu sehen. „Aber es ist eine ‚never ending story‘. Lediglich die Kosten werden niedriger werden, weil die großen Sanierungen jetzt erfolgt sind“, weist Schinnerl hin. Zu den Dachdeckungen (Schindel, Stroh, Lärchenbretter) kamen die Erneuerung der Toilettenanlagen und der Zäune am Gelände, zudem wurde ein mittelalterlicher Gewürz- und Kräutergarten angelegt. 150.000 Euro wurden im Vorjahr aufgewendet, 115.000 Euro werden es im heurigen Jahr werden.

Zu den Highlights 2016 zählt wieder der Tag der Volkskultur unter dem Titel „Zipflstrümpf und Hadnsterz“. Am 5. Juni ab 9.30 Uhr werden sich alle 21 Dachverbände der volkskulturellen Vereine Kärntens mit einem bunten Programm gemeinsam mit dem Genussland Kärnten, der Jägerschaft, der Landjugend und der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach präsentieren. „Wir wollen vor allem das Ehrenamt hervorheben. Ohne Freiwilligkeit finden Brauchtum, Tradition und Heimat nicht statt“, so Benger. Auf drei Bühnen wird gesungen, getanzt und unterhalten.

Das Internationale Kindervolkstanzfestival findet am 19. Juli statt. Im Juli wird gelehrt, Seifen sieden ebenso wie die Herstellung von Kräuter-Salz. Märchen und Sagen für Kinder gibt es im August, da findet auch die bekannte „Geisterstunde“ im Museum statt. „Spinner, Spanner, Schwärmer und anderes flatterhaftes Getier“ ist im September zu erkunden – aber nur mit Taschenlampe.

Für Brauchtumslandesrat Benger steht das Freilichtmuseum inmitten des historisch bedeutungsvollsten Gebietes Kärntens finanziell außer Streit. „Wir haben als Land eine Verpflichtung, Kultur, Geschichte, Museen weiterzuführen. Wir müssen beim Einsatz der Mittel mehr Phantasie aufwenden und bei der Umsetzung vernetzter denken, um Effizienter zu sein“, erklärt Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger