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Neues Konzept macht Schutzimpfungen künftig noch effizienter

02.05.2016
LHStv.in Prettner: Niedergelassene Mediziner und Fachärzte werden einbezogen
Die kostenlosen Schutzimpfungen im Kindes- und Jugendalter, welche die öffentliche Hand seit 1998 finanziert, können künftig in Kärnten noch effizienter organisiert und breiter aufgestellt werden. „Das neue Impfkonzept sieht eine zweistufige Ausweitung des kostenlosen Impfangebotes vor, indem niedergelassene Ärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte für Kinder- und Jugendliche in die Impfungen bis zum vollendeten 15. Lebensjahr mit einbezogen werden“, teilte heute, Montag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mit. Stufe eins der Ausweitung betrifft die Impfung „Diphterie-Tetanus-Pertussis-Polio“, Stufe zwei soll nach Evaluation der Stufe eins „Humane Papillomviren“ umfassen. Für die Ausweitung des Impfkonzeptes bringt Prettner in der morgigen Regierungssitzung einen diesbezüglichen Akt zur Beschlussfassung ein.

„Der niederschwellige Zugang der Kinder und Jugendlichen zu den Impfungen ist für die Basisversorgung unverzichtbar. Die Schulimpfung allein reicht aber nicht aus, um den Schutz vor bestimmten Krankheiten zu erreichen, beziehungsweise langfristig zu gewährleisten“, erklärte Prettner. Daher gebe es auch in anderen Bundesländern zusätzlich zu den Schulimpfungen ein kostenloses Impfangebot für Schulkinder bei niedergelassenen Ärzten.

Mehr Effizienz und eine Senkung der Kosten, bei gleichbleibender Leistung für die Kärntnerinnen und Kärntner soll zudem die Umstellung des Impfsystems von Gutscheinheften auf digitale Smartcards im Scheckkartenformat bringen. „In der Impfdatenbank des Landes Kärnten wird für jedes Kind ein digitales Impfkonto erstellt, das alle vorgesehenen Impfungen abbildet, was im Handling für die Familien eine wesentliche Erleichterung bringen wird“, informierte die Gesundheitsreferentin.

Im Vergleich zum bestehenden Gutscheinheft bietet das neue System enorme Vorteile, was die Kosten, die Administration und das Service betrifft. „Durch die Umstellung können wir bei gleich bleibenden Geburtenzahlen bei den Kinder- und Jugendimpfungen jährlich um 13.500 Euro günstiger wirtschaften und reduzieren anfallende Druckkosten auf jährlich ca. 4.000 Euro“, so Prettner. Die Gesundheitsreferentin erhoffe sich durch das vereinfachte System auch einen Anstieg der Durchimpfungsrate.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger