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POLITIK

Drogenproblematik Feldkirchen: Runder Tisch des Landes brachte erste Lösungsansätze

02.05.2016
LHStv.in Prettner: Mit verstärkter Prävention und ärztlicher Unterstützung dem Negativtrend entgegen wirken
Auf Einladung von Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner fand heute, Montag, im Amt der Kärntner Landesregierung ein Runder Tisch zur Drogenproblematik im Bezirk Feldkirchen statt. Dieser Termin war einer der Outputs des Suchtbeirates des Landes, der am 31.3.2016 tagte. Heute trafen Vertreter der Landesstelle Suchtprävention, die Drogenkoordinatorin des Landes, Feldkirchens Bürgermeister Martin Treffner, Gemeinderätin Renate Dielacher, Bezirkshauptmann Dietmar Stückler sowie Vertreter der Trägervereine AVS, Kraftwerk und Neustart zusammen, um gemeinsam Lösungsansätze festzumachen. „Warum sich speziell Feldkirchen als offensichtlicher Hotspot herauskristallisiert hat, ist aus Expertensicht nicht erklärbar. Jetzt gilt es, gemeinsam zusätzliche Strategien zum bestehenden Angebot zu schaffen, um der Problematik Herr zu werden – aus diesem Grund war mir der heutige Termin ein wichtiges Anliegen, um alle maßgeblich Beteiligten einbinden zu können“, so Prettner im Anschluss an die Sitzung.

Seitens des Landes wurden bereits konkrete Vorschläge gemacht, wie ein verbessertes Präventionsnetzwerk im Bezirk aussehen könnte. Ausgearbeitet wurde von der Landesstelle Suchtprävention in Kooperation mit der Drogenkoordinatorin sowie der Abteilung 5 – Gesundheit ein zusätzliches Pilotprojekt. „Demnach wollen wir das Stundenkontingent, für das Programm ‚Use it‘, das von Neustart durchgeführt wird und sich an bereits Drogenkonsumierende richtet, für Feldkirchen um 200 Stunden aufstocken. Zusätzlich werden die Wochenstunden der Ärzte von ‚Roots‘ und ‚My life‘ auf den Bezirk Feldkirchen ausgeweitet. Betreffend geeignete Räumlichkeiten für die Ausübung dieser Tätigkeit werden sich die Verantwortlichen im Bezirk in einer weiteren Sitzung koordinieren. Durch die Aufstockung der Angebote und eine massive Aufklärungswelle sowohl im Jugend-, als auch im Eltern- und PädagogInnenbereich erwarten wir uns einen Prozess des Umdenkens und ein Erkennen der Gefahr im Umgang mit Suchtmitteln“, so Prettner, die seitens des Landes für die Bereitstellung der finanziellen Mittel verantwortlich zeichnet.

„Mit den heute fixierten Maßnahmen konnten wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung tun, umgesetzt werden sollen die Maßnahmen ab sofort, sodass diese der Bevölkerung und gefährdeten Personengruppen so schnell wie möglich zur Verfügung stehen“, so Prettner. Insgesamt zielt der heute fixierte Maßnahmenkatalog auf die Bereiche Jugendschutz, Festkultur, Freizeitangebote, Vorbildwirkung und Elternarbeit ab. Zu diesem Zweck wird es eine Intensivierung der Präventionsarbeit an Schulen über die Programme „Eigenständig werden“, „plus“ und „step by step“ geben, die über die Landesstelle Suchtprävention abgewickelt werden. „Für Feldkirchen werden bewährte Programme zusammengeführt, um bereits risikogefährdete Jugendliche und/oder bereits Abhängige zu unterstützen und das Bewusstsein für die Krankheit Sucht zu schärfen“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm