News

LOKAL

58 Frauen und ein Mann absolvierten Lehrgang zur Kleinkinderziehung

04.05.2016
LH Kaiser überreichte die Zertifikate – Elementarpädagogik hat große gesellschaftliche Bedeutung
Kärnten hat einen neuen Kleinkinderzieher und 58 neue Kleinkinderzieherinnen. Sie absolvierten die entsprechenden Ausbildungslehrgänge beim Institut für Bildung und Beratung (IBB) und erhielten gestern, Dienstag, ihre Zertifikate. Die meisten von ihnen sind bereits in Kindergärten bzw. Kindertagesstätten tätig. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser betonte in seiner Dankesrede die große Bedeutung der Elementarpädagogik sowie die hohe gesellschaftliche Verantwortung der Kinderbetreuerinnen und -betreuer.

„Die Gesellschaft vertraut Ihnen ihr Zukunftskapital an“, formulierte es Kaiser. Im elementarpädagogischen Bereich würden die wichtigsten Grundlagen für die weitere Entwicklung der Kinder gelegt. „Die Kleinen begegnen Ihnen mit viel Emotion und offenen Herzen in einer Welt, in die sie erstmals ohne ihre Familien eintreten“, sagte der Landeshauptmann. Als Bildungssoziologe meinte er, dass in dieser Phase auch die Lust an Gemeinsamkeit, sozialen Bindungen und am Lernen befeuert werde. Für einige der kleinen Wesen könne der Eintritt in die Kinderbetreuungseinrichtung aber auch eine erste Verbesserung, einen ersten weitergehender sozialen Kontakt, eine Kompensation von Defiziten darstellen. Kaiser betont daher immer wieder, dass eine Kindergärtnerin gleichwertig mit einem Universitätsprofessor oder Gymnasiallehrer ist. Dafür gelte es, mehr gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen.

Die Bedeutung der in der Kinderbetreuung Tätigen strichen auch IBB-Geschäftsführer Gerald Salzmann und Landeskindergarteninspektorin Iris Raunig hervor. Der Landeshauptmann gratulierte speziell dem einzigen Lehrgangsabsolventen, Andreas Selisnik aus Klagenfurt. „Ich bewundere und beneide ihn“, so Kaiser. Launig merkte er an, dass er gerne selbst in die Kinderbetreuung einsteigen wolle, wenn er die Politik erfolgreich hinter sich habe und noch ein paar Berufsmonate benötige. An die neuen Kleinkinderzieherinnen und den Kleinkinderzieher wandte er sich mit der Hoffnung, dass sie den Gefallen an ihrem Beruf weiterentwickeln.

Die 58 Kleinkinderzieherinnen und der Kleinkinderzieher haben 350 theoretische Unterrichtseinheiten zu wesentlichen Bildungsbereichen der Elementarpädagogik und ein 80 Unterrichtseinheiten umfassendes Praktikum in einer elementaren Bildungseinrichtung absolviert. Im theoretischen Teil ging es u.a. um rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen von vorschulischen Bildungsinstitutionen, Kindheit aus pädagogischer und psychologischer Perspektive, Zusammenarbeit mit Eltern, Konzepte der Frühpädagogik, Didaktik und Methodik der Elementarpädagogik, Selbsterfahrung und Reflexion.

Infos unter: www.ibb-bildung-beratung.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress