News

WIRTSCHAFT

Tourismusstrategie geht in die Umsetzung

09.05.2016
LR Benger bei Region Nockberge-Tourismustag – Alle stehen zur Umsetzung der Tourismusstrategie für Angebote, Bewerbung, Produkte und Projekte
In einem breit angelegten Prozess wurde 2015 die Neuausrichtung des Kärntner Tourismus erarbeitet. „Kärnten bietet derzeit seinen Gästen zu viel Durchschnitt. Das ist der ernüchternde Status quo“, erinnerte Tourismuslandesrat Christian Benger. Diese Situation führe zu austauschbaren Angeboten. „Das ist die Frage der Zukunft: Wird Kärnten am weltweiten Markt wahrgenommen, oder nicht“, so Benger. Darauf verwies Der Tourismusreferent am Tourismusregionstag der Region Nockberge im Almdorf Seinerzeit vorige Woche, bei dem er vor Ort war.

Daher lautet die Kernaussage der neuen Tourismusstrategie: Kärnten muss eine Nr.1-Positionierung haben und als Land mit der höchsten Konzentration an südlicher Lebensqualität in Österreich auftreten. So werde Kärnten von den Gästen aus anderen Ländern wahrgenommen und damit sei Kärnten laut Benger glaubwürdig.

Das Attribut „südlich“ steht für ein Lebensgefühl der Gelassenheit, das ganzjährig spürbar ist! „Um das zu vermitteln, müssen die Angebote, Produkte, Projekte und die Bewerbung der DNA-Kärntens entsprechen. Sie müssen gesellig, maßvoll, überschaubar, bewahrend und fein sein“, so Benger.

Jetzt sei es an der Zeit, mit der Strategie in die Umsetzung zu gehen und Kärntens Stärken zu stärken. „Auch dabei konzentrieren wir uns auf den Gäste-Boom und das Gästeverhalten, nämlich Land und Leute kennen lernen, erleben. Das bedeutet, Angebote zu Seen, Berg und Radfahren müssen zu europaweiten Vorzeigeprodukten werden“, betonte Benger. Dafür werden mit den Tourismusregionen Projektideen gesammelt und Initiativen gemeinsam weiterentwickelt.

Die besondere Herausforderung einer alpinen Region ist es, Südlichkeit auch am Berg erlebbar zu machen. Dabei geht es nicht darum, das „Sonne & Strand-Feeling“ auf die Alm zu holen, sondern darum, eine entspannte Atmosphäre der Gelassenheit und des Genießens erlebbar zu machen.

Die Region Nockberge versucht das gezielt durch „Natur aktiv“-Angebote zu erreichen, die dem Gast „mehr als nur Wandern“ bieten können. Das Projekt „Nockberge Lodge“, das derzeit entwickelt wird, ist ein Beispiel dafür: Originale Heuschober sollen zu einzigartigen Übernachtungsmöglichkeiten inklusive Service adaptiert werden, die den Gästen intensive Naturbegegnungen an besonderen Plätzen der Region bieten.

Um potentielle Partner zur Projektentwicklung zu motivieren, wird seitens des Landes eine finanzielle Unterstützung angeboten. Spezielle Förderschienen für Investitionen in die Infrastruktur an Kärntens Seen sowie auf den Bergen und den Radwegen wurden entwickelt. „Im Jahr 2016 werden dafür Fördermittel in der Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt“, so der Tourismusreferent.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger