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Neues Landes-Leichtathletikzentrum macht Schule

11.05.2016
LH Kaiser begeistert vom Engagement des neuen Vorstandteams - verbesserte Möglichkeiten für Athleten - mit Schul-Offensive kommt Bewegung in die Turnstunden
Mit viel frischem Wind startet das Landesleistungszentrum Leichtathletik (LLZ) in der Klagenfurter Leopold Wagner Arena durch. In Anwesenheit von Sportreferent LH Peter Kaiser präsentierte das neue Team rund um Präsident Albert Gitschthaler heute, Mittwoch, die ambitionierten Ziele. Geplant ist eine Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten und der sportmedizinischen Betreuung ebenso wie eine engere Zusammenarbeit mit den Kärntner Schulen. Im Vordergrund steht bei allen Vorhaben des Kärntner Leichtathletikverbandes das große Ziel, den Mitgliedsvereinen ein zuverlässiger Partner zu sein.

„Wenn die Leopold Wagner Arena ein Zentrum wird, dann ist das sehr positiv. Wenn daraus das Landesleistungszentrum für Leichtathletik wird, ist das umso besser“, freute sich Kaiser über die Entwicklungen. „Leichtathletik-Erfolge haben in Kärnten bereits eine lange Tradition“, betonte der Landeshauptmann, und sprach damit die Spitzenleistungen von SportlerInnen wie Stephanie Graf, Karoline Käfer oder Herwig Röttl an. „Wir müssen den Nachwuchstalenten die Möglichkeiten bieten, die sie brauchen, um diese Tradition fortzusetzen“, sagte Kaiser und betonte, dass auch die Finanzierung über das Land Kärnten für die nächste Zeit gesichert sei. In diese zentralisierenden Maßnahmen zu investieren, sei die beste Möglichkeit, die jungen Kärntner SportlerInnen zu unterstützen.

Für das neue Vorstandsteam, das seit Mai 2015 die Geschicke des Kärntner Leichtathletikverbandes (KLV) lenkt, konnten zahlreiche ehemalige Spitzen-LeichtathletInnen gewonnen werden. Das LLZ dient zur Förderung von SportlerInnen der Altersklassen U16 bis U23 mit nationaler und internationaler Perspektive. Ziel ist es, den Jugendlichen ein ergänzendes Umfeld zu bieten, um eine entsprechende Leistungssteigerung zu erwirken. Als Trainer und Koordinator konnte mit Georg Werthner einer der profiliertesten österreichischen Trainer gewonnen werden. Der betonte: „Ich habe in den vergangenen 20 Jahren gute Kontakte zu den Kärntner Vereinen aufgebaut. Ich bin kein Trainer, der sich in funktionierende Abläufe einmischen will. Wenn erwünscht, stehe ich aber mit Tipps zu Seite.“

Parallel zum Leistungszentrum hat der KLV eine „Leichtathletik-Offensive für Kärntner Schulen“ gestartet. Damit soll zum einen die Grundsportart in den Turnstunden wieder stärker verankert werden, und zum anderen sollen natürlich auch Nachwuchstalente entdeckt werden, die es dann in das LLZ schaffen. Initiator dieses Projektes, bei dem Schülern sogar die Möglichkeit geboten werden soll an großen internationalen Wettkämpfen wie den „United World Games“ teilzunehmen, ist Robert Kropiunik. Ihm ist es ein großes Anliegen, der vielbeklagten Bewegungsarmut der jungen Kärntner entgegenzuwirken. „Die Schulen können sich bei den Vereinen melden und in unserem Zentrum trainieren. Dabei soll den interessierten Pädagogen vor allem gezeigt werden, wie man mit wenig Aufwand möglichst effektiv und freudvoll trainieren kann.“

Gitschthaler lobte die Arbeit der zahlreichen Vereine und betonte: „Die Leichtathletik in Kärnten ist nicht, wie so oft behauptet, tot.“ Das Landesleistungszentrum will er als neue Heimat für alle Vereine verstanden haben. In dieselbe Kerbe schlug KLV-Vizepräsident Werner Pullnig: „Wir wollen den Vereinen bei ihrer täglichen Arbeit unter die Arme greifen.“ Komplimente für die Verantwortlichen gab es auch von Landessportkoordinator Arno Arthofer. Als Leiter des Olympiazentrums betonte er: „Wir werden dem KLV selbstverständlich gerne als starker Partner zur Seite stehen.“ So sollen die Athleten auch die Angebote des Olympiazentrums nutzen können. Stadträtin Ruth Feistritzer, die als Vertreterin der Stadt Klagenfurt gekommen war, begrüßt das neue Angebot für die Schulen. Sie war sich sicher: „Bewegung tut nicht nur dem Körper gut, sondern stärkt auch das soziale Verhalten unserer Jugend.“ Begeistert von den neuen Trainingsmöglichkeiten zeigten sich im Rahmen der Pressekonferenz auch Staatsmeisterin Carina Pölzl und die mehrfache österreichische Nachwuchsrekordhalterin Cornelia Wohlfahrt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/ Jannach