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30 Jahre Club Tre Popoli

20.05.2016
LH Kaiser: Club Tre Popoli war Vordenker für grenzüberschreitende Kooperationen – Alpen-Adria-Region gewinnt durch EU-Strategien sowie Euregio, Alpen-Adria-Allianz und Gemeinsames Komitee Kärnten-Slowenien
Vor 30 Jahren wurde der Club Tre Popoli gegründet. Heute, Freitag, fand die Jubiläumsveranstaltung im Europahaus in Klagenfurt statt. Vereinsobmann Walter Wratschko konnte zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen, unter ihnen Landeshauptmann Peter Kaiser, Alt-Landeshauptmann Christof Zernatto, der slowenische Generalkonsul Milan Predan, Janez Stergar aus Laibach, Vorsitzender der Kärntner Slowenen in Laibach, sowie der Gründungsobmann von Club Tre Popoli, Artur Roßbacher.

Der Landeshauptmann, er war einst selbst im Kreis der Gründungsmitglieder, gratulierte und dankte dem Club für seine vielen Verdienste. Als zivilgesellschaftliche Organisation wollte und will der Club 3 Popoli Respekt, Verständnis und Kooperationen zwischen den Menschen der Regionen am Schnittpunkt des slawischen, romanischen und deutschen Kulturraums fördern. Der Club setzte sich stets ein für Mehrsprachigkeit, gegen Nationalismen und für eine verbindende Kultur.

Kaiser wies auf die europäischen bzw. überregionalen Institutionen wie Euregio und Alpen-Adria-Allianz sowie auf die Vielzahl von grenzüberschreitenden Projekten hin. In sehr vielen Bereichen und in Arbeitsgruppen werde konstruktiv zusammengearbeitet. Dass Zusammenarbeit zwischen den Regionen gut funktioniere, zeige auch die Tatsache, dass seit Gründung der Allianz im Jahr 2013 131 Projekte im Wege einer neuen Netzwerkstruktur beschlossen wurden, zehn davon erhielten zusätzlich eine Kofinanzierung der EU, führte der Landeshauptmann, er ist auch Präsident der Allianz, aus.

EUREGIO umfasst Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und das Veneto. Das große Gebiet berge zahlreiche Synergie-Ressourcen. Das gemeinsame Bekenntnis zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt sei die Grundlage für eine solide Zusammenarbeit, etwa im Gesundheits- und Sozialbereich, bei Schul- und Bildungsprogrammen wie auch Kinderbetreuungseinrichtungen. Nicht zuletzt werde der vielfache Mehrwert der EUREGIO durch das Lukrieren von EU-Fördermittel genutzt, so Kaiser.

Die Alpen-Adria-Region sei auch in die Makrostrategien der EU, wie Donaustrategie, Ionisch-Adriatische Strategie und EUSALP eingebettet. Kärnten nimmt hier eine wichtige Schnittstelle für die erfolgreiche Umsetzung des strategischen Ansatzes ein. EUSALP baut auf den Zielen auf: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, des Wohlstands und des Zusammenhalts, Gewährleistung der Erreichbarkeit und Konnektivität für alle Bewohner und ökologisch nachhaltige und attraktive Gestaltung des Alpenraums.

Diese Vernetzungen und Kooperationen zeigen die starke außenpolitische Komponente der Kärntner Regionalpolitik auf und machen auch die große Chance deutlich, damit beispielgebend voranzukommen und weiterzuarbeiten, sagte Kaiser. Er lobte das zukunftsweisende Denken von Tre Popoli, der Club sei somit seiner Zeit voraus gewesen und ist nunmehr auch assoziertes Mitglied der Alpen-Adria-Allianz. Kaiser ersuchte darum, wiederum Vordenker zu sein, weil Kärnten und die Region dies brauche.

Auch der Altlandeshauptmann Zernatto würdigte die überregionale, verbindende Arbeit von LH Kaiser und bezeichnete den Club als wesentlichen Faktor, als Mahner und Vermittler, dieser sei stets für Dialog und Toleranz eingetreten und habe grenzüberschreitende Kooperationen im Sinne von „senza confini“ angeregt. Europa sei als Friedensidee für Österreich unverzichtbar, die EU müsse aber viel besser erklärt werden. Auch er ermutigte den Club, in diesem europäischen Geist des Miteinanders und der Kooperation weiterzumachen.

Durch das Programm der Veranstaltung führte Ferdinand Velik, für Musik sorgte Stefan Wrana. Auch eine Anthologie mit dem Titel "Wohin geht die Reise? Vom Neben- und Miteinander im Alpen-Adria-Raum" wurde aufgelegt. 31 Autorinnen und Autoren, unter ihnen auch LH Kaiser, sind darin vertreten.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb