News

WIRTSCHAFT

LR Benger: Hoffnungsmarkt Iran – Wirtschaftsdelegation aus Kärnten informiert sich vor Ort

23.05.2016
Unter der Leitung von Wirtschaftslandesrat Benger startete am 22. Mai eine Kärntner Wirtschaftsdelegation in den Iran - Marktsondierung als Türöffner für heimische Wirtschaft

Der Export macht´s notwendig und die Export-Offensive macht´s möglich: Am Sonntag startete eine Wirtschaftsdelegation mit 18 Kärntner Firmen und Vertretern der Wirtschaftskammer unter der Leitung von Wirtschaftslandesrat Christian Benger in den Iran. „Wirtschaftsdelegationen sind Türöffner. Der Export gehört zu den wesentlichen Säulen der Kärntner Wirtschaft. Jeder zweite Euro wird durch den Außenhandel verdient“, begründete Benger die Reise.

Seit der schrittweisen Aufhebung der Sanktionen ist der Iran zu einem spannenden Zukunftsmarkt für die heimischen Exporteure geworden. Mit der Marktsondierungsreise soll es gelingen, den Eintritt in den Markt für heimische Unternehmen zu erleichtern.

„Die Internationalisierungs-Aktivitäten gehören zu unseren wesentlichsten Aufgaben, wenn wir wollen, dass die heimische Wirtschaft wächst. Der Export fungiert als Wachstumsmotor“, so Benger.

Mit einem breit aufgestellten Export sei es auch möglich, Schwankungen der internationalen Wirtschaftslage abzufedern. Je mehr Export-Länder, desto besser für die Exporteure.

„Wir haben schon vor geraumer Zeit mit Experten und der Uni Klagenfurt klare Hoffnungsmärkte für Kärnten identifiziert, die für die Kärntner Betriebe eine große Chance sind“, so Benger. Dazu gehören auch Fernmärkte wie die USA, Asien oder die Emirate.

Die Kärntner Exportoffensive macht es unter anderem nun 18 Kärntner Firmen aus den Bereichen Umwelttechnik, Holz, Bau, Energie oder technische Dienstleistungen möglich, sich im Iran vor Ort über Land, Leute und Wirtschaftsleben zu informieren. Aber auch Kontakte der Kärntner Politik und der Interessensvertretung zu Vertretern aus Wirtschaft und Politik werden im Zuge der Reise hergestellt. „Das ist notwendig, weil ein Unternehmen alleine diese Zugänge gar nicht herstellen kann, ein Markteintritt ohne diese aber nicht möglich ist“, so Benger.

Der Iran umfasst knapp 80 Millionen Einwohner und zeichnet sich durch ein hohes Wirtschaftswachstum aus. Wichtige Sparten, wie die Stahl- und Zementproduktion sind von herausragenden Entwicklungen gekennzeichnet. „Für Kärntner Firmen aus der Bau- und Maschinenindustrie also der richtige Zeitpunkt, um im Iran zu investieren oder Geschäfte zu machen“, betonte Benger.

Investitionsbedarf bestehe nach Aufhebung der Sanktionen in den Bereichen Energie- und Umwelttechnologie sowie Industrieausrüstung. Der Ausbau der Infrastruktur, wie Straßen, Kanal, Mobiltelefonie, habe Priorität im Iran. Aber auch in den Tourismus will der Iran investieren. Dazu zählen Hotelbauten ebenso wie die Tourismusausbildung.

Das Land selbst verfügt über reiche Öl- und Gasvorkommen, die ursprünglich starke industrielle Basis sei auf Grund der jahrelangen Sanktionen völlig überaltert.

Für die Kärntner Exportwirtschaft war 2014 das erfolgreichste Jahr. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Rekord mit 1,21 Mrd. Euro ab. Der Zuwachs von 5,7 Prozent war der höchste aller Bundesländer in Österreich. Auch das erste Halbjahr 2015 war von Wachstum geprägt (die Zahlen liegen immer halbjährlich verzögert vor, die aktuellen Zahlen zum Gesamt-Jahr 2015 kommen Anfang Juli). Der Export wuchs von Jänner bis Juli 2015 um 6,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Bei den Ausfuhren erreichte Kärnten im ersten Halbjahr 2015 damit 51,3 Prozent des Exportwertes von 2014. Damit ist Kärnten eines von fünf Bundesländern, das einen Exportüberschuss erwirtschaftete.

Die Kärnten-Delegation ist in den kommenden Tagen unter anderem in der Provinz Kerman unterwegs und wird dort einen Termin mit dem Gouverneur der Provinz wahrnehmen. Die Provinz Kerman im Südosten des Landes ist die zweitgrößte Provinz im Iran mit 2,9 Millionen Einwohnern und hat von sich aus Interesse an Kooperationen mit Kärnten bekundet. In Kerman bestehen mehre Sonder-Wirtschaftszonen, wo Investitionen und Ansiedelungen erleichtert werden.

Ein weiterer Besuch führt die Delegation nach Bam, einer der Sonder-Wirtschaftszonen. Außerdem wird es politische Treffen in Teheran geben.

Die Termine im Überblick: Businessforum in der „Kerman Chamber of Commerce“; Meetings mit Unternehmern auf Kerman,; bilateraler Gesprächstermin zwischen Benger und dem Präsidenten der „Kerman Chamber of Commerce“; Pressegespräch mit iranischen Journalisten; Besuch des Wirtschaftsforums; Besuch eines Unternehmens in Kerman; Besuch der „Bam Special Economic Zone“ mit Firmenbesichtigung; Ministerientermine in Teheran, Empfang im Außenwirtschaftscenter Teheran zu Ehren der Delegation. Rückfragehinweis:


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Benger